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Handel mit Emissionen : Privatanleger werden vom Anleihehandel ausgegrenzt

Privatanleger konnten Netflix-Anleihen nur schwer handeln. Bild: Netflix

Die zunehmende Regulierung am Finanzmarkt hat den Handel mit Emissionen in den vergangenen Monaten erheblich erschwert – vor allem für private Investoren. Welche Hürden Privatanleger kennen sollten.

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          Gut gemeint ist längst nicht gut gemacht. So in etwa könnte die Finanzmarktrichtlinie Mifid II und die fast gleichzeitig eingetretene PRIIPs-Verordnung beschrieben werden. Zwar wurden diese mit der Intention aufgelegt, Kleinanleger besser zu schützen. Aber seit deren Inkrafttreten Anfang 2018 können Privatanleger Anleihen nur noch beschränkt handeln.

          Antonia Mannweiler

          Redakteurin in der Wirtschaft.

          Die Börse Stuttgart, die größte Handelsplattform für Unternehmensanleihen in Deutschland, hat erst kürzlich in einem Bericht veröffentlicht, wie prekär die Lage für private Investoren ist: Von den 9268 Unternehmensanleihen, die im März 2019 gelistet waren, waren nur 2109 Anleihen für Privatanleger handelbar. Das ist weniger als ein Viertel aller Emissionen. „Es ist erschreckend zu sehen, wie wenig Unternehmensanleihen am Ende übrig bleiben“, sagt Jens Furkert, der Abteilungsleiter Anleihehandel des Börsenplatzes ist.

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