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Sinkender Ölpreis : Warum Putin für sein Öl nicht mehr so viel Geld will

Lieber mehr Masse als möglichst hohe Preise: Auch Russlands Bohrinseln sollen die Fördermenge erhöhen. Bild: AP

Uns reichen 60 Dollar, sagt Russlands Präsident und schickt damit den Ölpreis auf Talfahrt. Woher kommt der plötzliche Strategiewechsel? Eine Erklärung könnte Amerika liefern.

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          Der Ölpreis ist kräftig gefallen. Von 80 Dollar vor etwas mehr als einer Woche sank der Preis der Nordseesorte Brent auf knapp 76 Dollar, also um etwa 5 Prozent. Das war nicht einfach eine sogenannte Gegenbewegung nach dem Motto „mal steigen die Preise, mal fallen sie“. Vielmehr haben Russland und Saudi-Arabien den Preis gezielt nach unten getrieben, indem sie ankündigten, mehr Öl fördern zu wollen. Russlands Präsident Wladimir Putin ließ sich mit den Worten zitieren, Moskau wäre mit einem Ölpreis von 60 Dollar „völlig zufrieden“. Das wäre also noch weniger als jetzt.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Was steckt dahinter? Warum will ein Land für sein Öl nicht mehr so viel Geld haben, wie es zuletzt dafür bekommen konnte? Russland und Saudi-Arabien argumentieren, sie wollten mit ihrer künftigen zusätzlichen Ölförderung für das einspringen, was durch die Krise in Venezuela, die Ausfälle in anderen Staaten der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) und mögliche Folgen neuer Sanktionen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump gegen Iran wegfällt.

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