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Nach Prognosesenkung : Aktienkurs von Siltronic unter Druck

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Messplatz für Siliciumwafer von Siltronic in Freiberg. Bild: dpa

Der Halbleiter-Konzern Siltronic senkt zum zweiten Mal innerhalb von zwei Monaten die Prognosen. Das Unternehmen macht nicht zuletzt den transpazifischen Handelskonflikt verantwortlich. Der Aktienkurs reagiert mit einem kräftigen Minus.

          Die abermalige Senkung der Gewinn- und Umsatzprognose setzt den Aktienkurs des Herstellers von Halbleiter-Wafern, Siltronic, am Dienstag deutlich unter Druck. Die Notierung steht aktuell knapp 14 Prozent im Minus. Mit weniger als 50 Euro ist der Aktienkurs auf dem Niveau des Januar 2017 angekommen.

          Die "geopolitischen Unsicherheiten und der negative Einfluss der Exportbeschränkungen der amerikanischen Regierung gegenüber chinesischen Technologieunternehmen" führten zu einer Nachfrageschwäche, erklärte der im Index der mittelgroßen Werte MDax notierte Konzern. Schon im April hatte Siltronic die Erwartungen für das laufende Jahr gesenkt.

          Siltronic erwartet jetzt für 2018 zehn bis 15 Prozent weniger Umsatz als im Vorjahr. Zuvor war das Unternehmen von einem Minus von 5 bis 10 Prozent ausgegangen. Der Umsatz soll vom ersten auf das zweite Quartal „deutlich“ und vom zweiten auf das dritte Quartal weiteren zurückgehen. Die operative Marge veranschlagt Siltronic nun mit 30 bis 35, statt mit 33 bis 37 Prozent. Der Netto-Mittelzufluss soll um 180 Millionen Euro geringer ausfallen, zuvor hatte man mit einem Minus von 150 Millionen Euro gerechnet.

          SILTRONIC AG NA O.N.

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          Obwohl die Senkung der Prognose angesichts der jüngsten Trends in der Branche nicht komplett überraschend gekommen sei, liege der Mittelpunkt der nun für 2019 prognostizierten Spanne für den operativen Gewinn deutlich unter der Markterwartung, sagte ein Händler. Das Vertrauen der Investoren sei nach der abermaligen Prognosesenkung nun beschädigt.

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