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Einseitige Zinswende : Baukredite werden 2019 teurer

Renovierung einer Wohnung in Frankfurt. Bild: Claus Setzer

Keine schöne Aussicht für das nächste Jahr: Alle Zinsen, die Bankkunden zahlen müssen, dürften etwas steigen – während die Sparzinsen für Privatanleger bei Null verharren.

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          Die Zinswende im kommenden Jahr könnte etwas einseitig ausfallen. Das jedenfalls geht aus den Prognosen hervor, die in diesen Tagen von den Banken veröffentlicht werden. Während am Finanzmarkt noch darüber diskutiert wird, ob die Europäische Zentralbank im nächsten Jahr überhaupt etwas an den Leitzinsen und Einlagenzinsen ändern wird, und die Banken unisono verkünden, höhere Sparzinsen könnten die Sparer jedenfalls nicht erwarten, sieht es bei den Prognosen für die Bauzinsen anders aus. Offenbar könnte im neuen Jahr die Regel gelten: Alle Zinsen, die Sparer von den Banken bekommen, bleiben bei oder nahe Null. Hingegen steigen all jene Zinsen, die Verbraucher an die Banken zahlen müssen.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Konkret rechnen viele Banken mit einer höheren Rendite der Bundesanleihen mit zehn Jahren Laufzeit am Kapitalmarkt, an der sich die Bauzinsen oftmals orientieren. „Zehnjährige Bundesanleihen sollten bis zum Jahresende allmählich auf etwas mehr als 1,0 Prozent zulegen“, sagt Ulrich Stephan, Chefanlagestratege der Deutschen Bank für Privat- und Firmenkunden. Das wäre ein deutlicher Anstieg: Im Moment rentiert die Bundesanleihe lediglich bei mickrigen 0,259 Prozent. Das wäre also fast eine Vervierfachung der Rendite – das könnte nicht ohne Auswirkungen auf die Bauzinsen bleiben.

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