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Zuversichtliche Prognose : Aktienkurs von SMA Solar steigt kräftig

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Mitarbeiter des Solartechnikherstellers SMA überwachen in der Produktionshalle in Kassel den Spannungstest an Wechelrichtern. Bild: dpa

2018 war ein schlechtes Jahr für SMA Solar. 2019 soll besser werden. Auch wenn die Prognose letztlich verhalten ist, die Anleger können sich begeistern.

          Der Hersteller von Komponenten für Solaranlagen, SMA Solar, rechnet trotz schwieriger Marktlage und schwacher Geschäfte in China im neuen Jahr mit einem höheren Umsatz.

          Nachdem dieser im vergangenen Jahr wegen eines starken Preisdrucks laut vorläufiger Zahlen um rund 15 Prozent auf 761 Millionen Euro gesunken war, soll er 2019 mit 800 bis 880 Millionen Euro wieder näher an das Niveau von 2017 heranreichen.

          Schwächer als 2017

          SMA Solar setzt auf eine positive Marktentwicklung in Europa und Amerika sowie ein Wiederanziehen des Speichermarkts. Außerdem spreche der Auftragseingang dafür, dass Projektentwickler und Investoren wieder vermehrt große Photovoltaik-Projekte umsetzten.

          Der operative Gewinn soll zwischen 20 und 50 Millionen Euro erreichen. 2018 sorgten Rückstellungen für den Unternehmensumbau für einen operativen Verlust von 67 Millionen Euro. Die jetzt genannte grobe Spanne liegt dennoch weit unter den fast 100 Millionen Euro, die SMA Solar 2017 erwirtschaftet hatte.

          An der Börse wurden die Nachrichten positiv aufgenommen: Der Aktienkurs steigt um mehr als 11 Prozent auf 19,47 Euro. Das ist mithin der höchste Stand seit Anfang Dezember, als der Kurs für zwei Tage von etwa 18,50 auf mehr als 22 Euro stieg.

          SMA SOLAR

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          Die starke Kursbewegung vom Donnerstag ist aber im Verhältnis zum negativen Trend des Vorjahres kaum spürbar. Im Mai 2018 waren für die Aktie noch mehr als 60 Euro bezahlt worden.

          Der Aktienkurs war in den vergangenen fünf Jahren ohnehin sehr volatil. Raschen Kursanstiegen folgten ebenso starke Einbrüche. Daher ist aber auch nicht auszuschließen, dass wieder eine deutliche, aber wohl eher vorübergehende Erholung ansteht.

          Denn wie die Prognosen zeigen, ist die für 2019 avisierte Erholung zum einen unsicher, wie die großen Spannen zeigen. Zum anderen aber auch reichen die Prognosen selbst im günstigsten Fall nicht an die besseren Jahre 2015 bis 2017 heran. Das Umfeld bleibt also weiter schwierig, hat sich aber gegenüber 2018 wohl wieder erholt.

          Damals war der chinesische Markt abrupten geschrumpft und so expandierten die chinesischen Hersteller verstärkt ins Ausland, was einen massiven Preisverfall verursachte. In Erwartung sinkender Preise hätten Investoren den Bau von Kraftwerken aufgeschoben, erklärte SMA-Chef Jürgen Reinert.

          Ein Aktienhändler sprach auch von einem eigentlich eher enttäuschenden Ausblick. Nach dem Kurseinbruch seit Mai vergangenen Jahres seien aber schon viele negative Aspekte im Aktienkurs eingepreist.

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