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Sparer haben es schwer : Privatanleger unerwünscht!

Keiner kümmert sich mehr um die Kleinanleger. Bild: Valentine Edelmann

Wer heute Geld anlegen will, hat es schwer: Sparer kommen bei Börsengängen und neuen Anleihen kaum noch zum Zug.

          5 Min.

          Erinnert sich noch jemand an Manfred Krug? Den legendären Kommissar Stoever im Hamburger „Tatort“ oder den „Liebling Kreuzberg“? 2016 ist er gestorben. Was von ihm bleibt, ist auch ein kleines Kapitel Börsengeschichte. Er war das Gesicht der Medienkampagne, die die Deutsche Telekom bei ihrem Börsengang 1996 begleitete und Millionen Deutsche erstmals zu Aktionären machte. In einem Fernsehspot sitzt Krug an seinem Esstisch und drängt zum Kauf der neuen Volksaktie: „Die Vorteile für Privatanleger gibt es nun mal nicht ewig. Sie könnten mir ja auch mal was nachmachen. Ich war zum Beispiel gestern in der Bank.“ Sagt er, während im Hintergrund die Prinzen „Ich wär so gerne Millionär“ singen. Und Polizisten, Stewardessen, sogar der Bäcker fröhlich mit ihren Armen ein Telekom-T formen.

          Dyrk Scherff

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die Werbeaktion war ein gigantischer Erfolg, die Aktie zunächst auch, bevor sie das Platzen der Internetblase in den Keller prügelte. Der Talkmaster Johannes B. Kerner versuchte sich 2006 als Krug-Nachfolger. Er pries die Aktien von Air Berlin vor dem Börsengang und bereute es später.

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