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Edelmetalle : Preis für Rhodium auf Rekordniveau

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Feinmaschiges Katalysatornetz aus haarfeinen Platin-Rhodium-Fäden. Bild: obs

In engen Märkten neigen Preise zu großen Sprüngen. Das zeigt sich aktuell beim seltene Edelmetall Rhodium, der binnen weniger Wochen um gut zwei Drittel auf Rekordniveau geklettert ist.

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          Eine hohe Nachfrage, vor allem aus der Autoindustrie, hat bei gleichzeitig sinkendem Angebot den Preis des Edelmetalls Rhodium auf Rekordniveau getrieben. Laut dem Edelmetallhändler Johnson Matthey wurde die Feinunze (31,1 Gramm) am Dienstag mit 9985 Dollar bezahlt, nahe dem Rekordhoch von 10.050 Dollar aus dem Sommer 2008. Der Konkurrent Engelhard hatte den Preis zuletzt sogar mit 10.250 Dollar festgestellt. Zu Jahresbeginn lag der Preis noch bei rund 6000 Dollar.

          Rhodium ist für Autokatalysatoren zur Reduktion von Stickstoffmonoxid begeht, weil es bessere Ergebnisse liefert als die Alternativen Platin oder Palladium, bei deren Einsatz verstärkt Ammoniak und Distickstoffmonoxid entstehen. Rhodium ist aber selten, viermal seltener als Gold und etwa 15-mal seltener als Palladium. Zwar stieg das Angebot 2019 mit 792.000 Feinunzen auf den höchsten Stand seit mindestens zehn Jahren, doch war dies nur ein Plus von knapp 5 Prozent.

          Der Preis für Palladium steht dagegen nach einer phänomenalen Rally seit vergangener Woche unter Druck. Womöglich rechnen sich Anleger im engeren Markt für Rhodium kurzfristig größere Chancen aus. Andre Christl, Chef der Edelmetall-Sparte von Heraeus, hält die aktuelle Kursentwicklung auch für übertrieben, obwohl hohe Preise fundamental begründet seien und dieser noch bis auf 12.000 Dollar steigen könne. Sollte die Autoproduktion sinken, könnte er aber auch bis bis auf 5000 Dollar fallen.

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