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Nebenwerte im Portrait (4) : Bet-at-home.com: Online-Wetten ziehen an

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Sport-Sponsoring gehört bei Bet-at-home.com dazu, sei es Tennis, Fußball oder anderers mehr. Bild: bet-at-home.com

Sportwetten sind das Geschäft von Bet-at-home. Doch mit einer jüngeren Klientel rücken auch immer mehr virtuelle Spiele in den Vordergrund.

          „Wir verkaufen den Thrill. Die Leute wollen unterhalten werden“, sagt Mitgründer und Vorstandsvorsitzender Franz Ömer über sein Unternehmen bet-at-home.com. Lotto sei dagegen langweilig. Das Online-Portal für Sportwetten und Glücksspiele aller Art, wie beispielsweise Casino und Poker, hat der Österreicher schon im Jahr 1999 gemeinsam mit seinem Freund Jochen Dickinger im oberösterreichischen Wels gegründet.

          „Der hatte als Student einen Nebenjob in einem Wettbüro und kannte sich deshalb aus“, sagt Ömer. Er selbst brachte als Informatiker die Software-Kompetenz mit ein, so dass man sich entschloss, von Beginn an Online-Spiele anzubieten. Im Jahr 2004 wandelte sich das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft und ging an die Börse. Mit Erfolg – seit Februar dieses Jahres ist das Unternehmen mit Sitz in Malta im S-Dax gelistet, hat seinen Aktienkurs vervielfacht und kommt auf einen Börsenwert von 740 Millionen Euro.

          BET-AT-HOME.COM AG O.N.

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          In den ersten Jahren habe man alle Gewinne reinvestiert, insbesondere in Marketing und neue Technologien, sagt der Vorstandschef. Bekanntheit ist in diesem Geschäft enorm wichtig, schließlich gibt es starke Wettbewerber wie Tipico, der mit dem ehemaligen Torwart Oliver Kahn wirbt, oder auch Bwin, die beide ein ganz ähnliches Geschäftsmodell verfolgen.

          Doch seit nunmehr rund fünf Jahren wachse man konstanter, so dass es auch aus Anlegersicht ein ausgeglichenes Investment sei, sagt Ömer. Das zeigen auch die Kennzahlen der vergangenen Geschäftsjahre. Im Jahr 2016 verzeichnete das Portal mit 4,6 Millionen registrierten Nutzern, von denen rund ein Zehntel auch aktiv spielen, Wetteinsätze von knapp 3 Milliarden Euro.

          Interessanter ist in der Branche jedoch die Kennzahl des Brutto-Ertrags. Das sind die Wetteinsätze abzüglich der ausbezahlten Gewinne. Der stieg demnach im vergangenen Jahr auf 138,7 Millionen Euro, nach 121,6 Millionen im Vorjahr. Zwar gab Ömer davon auch noch rund 44 Millionen Euro für Marketing aus. So ist bet-at-home Sponsor von zig Vereinen und Sportveranstaltungen. Doch in Relation zum Bruttoertrag waren das nur noch knapp 32 Prozent. Im Jahr 2012 lag das Verhältnis noch bei 58 Prozent.

          Weniger Sport, mehr Virtuelles

          Unterm Strich verblieb für das Unternehmen mit rund 300 Mitarbeitern im Jahr 2016 ein Nettoertrag von 31 Millionen Euro. Auch mittel- und langfristig sieht der Manager noch viel Potential. Derzeit liege der Online-Anteil im Glücksspielmarkt erst bei etwa 10 Prozent.

          Gerade auch in Deutschland will Ömer mit seinem Portal noch wachsen. Hierzulande habe bet-at-home in etwa so viele Nutzer wie im Heimatmarkt Österreich, der jedoch nicht annähernd so groß ist. Zunehmend werde zudem über Smartphone und Tablet gewettet. Seit dem Jahr 2013 hat das Portal auch eine Mobilversion.

          „Schon jetzt erzielen wir 40 Prozent des Gesamtumsatzes darüber“, sagt er. Gerade für die junge Spieler sei das relevant, denn die interessierten sich nicht so sehr für reale Fußballwetten, also beispielsweise auf die Bundesliga, sondern vielmehr für virtuelle Spiele.

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