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Nebenwerte im Portrait (5) : Elumeo hofft auf die Wende

Schmuckherstellung bei Elumeo in Thailand: Nicht immer von Erfolg gekrönt Bild: Elumeo

Schon der Börsengang verlief für den Schmuckhändler Elumeo wenig erfolgreich. Die Zeit dananch war auch geschäftlich schwach. Jetzt hofft man auf die Wende.

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          Elumeo ist ein Schmuckhersteller aus Berlin. Das im Jahr 2008 gegründete Unternehmen produziert seine Ware im eigenen Werk in Thailand und verkauft sie über seinen Shopping-Fernsehsender Juwelo TV und eigene Webshops vor allem in Deutschland. Größere Märkte sind zudem Italien und Großbritannien.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Mit dem Ziel der Internationalisierung und dem Aufbau weiterer lokaler TV-Sender und Webshops ging das Unternehmen im Sommer 2015 an die Börse. Für die Aktionäre war die Sache bisher ein Flop. Zu 25 Euro wurden die Aktien ausgegeben. Heute kosten sie weniger als 8 Euro.

          Elumeo konnte sein hohes jährliches Wachstum aus den Jahren vor dem Börsengang nicht fortsetzen und machte im Geschäftsjahr 2016 und wohl auch 2017 Verluste. Was war passiert? „Der thailändische Baht war zum Euro, aber vor allem auch zum Pfund sehr stark“, sagt Gründer und Verwaltungsratsvorsitzender Wolfgang Boyé. „Wir kaufen alle Edelsteine in Baht und zahlen auch die Gehälter für unsere 750 thailändischen Mitarbeiter in Baht, und da belastete uns die starke Währung sehr.“

          EUR/THB

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          Der Blick auf den Wechselkurs zeigt nach dem Börsengang eine Aufwertung des Bahts zum Pfund um 25 Prozent und zum Euro um 10 Prozent. Zuletzt zeigte sich der Euro zum Baht aber wieder stärker. „Wir hätten versuchen können, aus den höheren Kosten herauszuwachsen, das wäre aber sehr riskant gewesen“, sagt Boyé. „Wir haben uns daher für eine Kostensenkungsstrategie entschieden, etwa 13 Prozent Kosten abgebaut, unsere Marktposition insbesondere in Großbritannien deutlich verkleinert und uns stattdessen auf neue Märkte wie die Vereinigten Staaten konzentriert.“

          Bei knapp mehr als 70 Millionen Euro stagniert seit 2014 der Umsatz. Nach verlustreichen Jahren wurden im zweiten Quartal 2017 jedoch erstmals wieder leichte operative Gewinne verbucht. „Das soll nun so bleiben, so dass wir das Gesamtjahr 2017 wohl zwar noch mit einem leichten Minus abschließen, 2018 aber dann auch auf Jahressicht wieder profitabel sind“, sagt Boyé.

          ELUMEO SE

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          Erstes Ziel des Unternehmers ist der Erhalt der wiedergewonnenen Profitabilität. Zweites Ziel die Rückkehr zu Umsatzwachstum. Gute Chancen dafür sieht er nicht nur wegen der steigenden Bedeutung des Online-Handels für Schmuck, sondern auch wegen der Zufriedenheit der Kundinnen. „85 Prozent unserer Kunden sind Frauen, die für sich selbst Schmuck kaufen“, sagt Boyé. „Die meisten tun dies immer wieder bei uns und mit steigenden Umsätzen je Kunden, was für die Qualität unserer Waren spricht.“

          100 Euro kostet das durchschnittliche Schmuckstück von Elumeo. Den niedrigen Aktienkurs versteht Boyé nicht. Er verweist auf das Eigenkapital des Unternehmens von 35 Millionen Euro. Der Börsenwert beläuft sich nach einem Anstieg um 10 Prozent in dieser Woche auf 43 Millionen Euro. Die Analysten und die meisten Anleger warten aber noch ab, ob das Unternehmen wirklich nachhaltig rentabel arbeitet und bald wieder wächst.

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