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F.A.Z. exklusiv : Platzt in Deutschland wegen Corona eine Immobilienblase?

Bild: Picture-Alliance

In Deutschland haben sich die Preise für Häuser und Wohnungen von den Mieten entkoppelt. Jetzt liegen neue Marktdaten für Städte und Landkreise vor. Was bedeuten sie für den Wert Ihres Hauses?

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          Die Zahlen sind eindrucksvoll. Die Postbank und das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut (HWWI) haben für die verschiedenen Landkreise und Städte in Deutschland zusammengestellt, wie viele Jahresmieten man zusammenzählen muss, um auf den durchschnittlichen Kaufpreis für ein Haus oder eine Wohnung zu kommen. „Vervielfältiger“ nennt sich die Größe, die dabei herauskommt. Sie stellt einen Maßstab für die Bewertung von Immobilien dar – ähnlich wie das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) bei Aktien etwas darüber verrät, ob die Wertpapiere gerade teuer oder billig sind.

          Bei dieser Größe aber hat es in Deutschland in den vergangenen Jahren eine deutliche Veränderung gegeben. Das geht aus einer Auswertung hervor, die der F.A.Z. exklusiv vorliegt. Hatte dieser Wert früher im Schnitt bei 17,5 gelegen, wie sich Dörte Nitt-Drießelmann vom HWWI erinnert, so lag er zuletzt im Bundesdurchschnitt bei 24. Deutlich höher noch liegt er in Großstädten wie München (37,2), Hamburg (36) oder Frankfurt (33,5), aber auch in begehrten Landkreisen wie Starnberg (38), Miesbach (43,2) oder gar Nordfriesland mit der Urlaubsinsel Sylt. Dort braucht man im Schnitt stolze 72 Jahreskaltmieten, um auf den Kaufpreis zu kommen.

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