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Brexit-Chaos : Rücktritt von Außenminister Johnson drückt Pfundkurs

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Exit statt Brexit: Außenminister Boris Johnson tritt ab, wie schon zuvor Brexit-Minister David Davis. Zwei Hardliner gehen damit. Bild: Reuters

Der neue Brexit-Kurs der britischen Regierung sorgt am Devisenmarkt für Unruhe. Am Nachmittag tritt nun der Brexit-Hardliner und Außenminister Boris Johnson zurück. Das Pfund wertet darauf ab.

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          Das Britische Pfund legt zu Wochenbeginn eine Berg- und Talfahrt hin. Auslöser der volatilen Kursentwicklung ist die Einigung der britischen Regierung auf einen neuen Brexit-Plan, der vor allem von der ursprünglich verfolgten Linie eines harten Brexit abweicht.

          Nachdem am späten Freitagabend der neue Plan für die künftige Beziehung zur EU verkündet worden war, hatte das Pfund zunächst und bis auf 1,1350 Euro aufgewertet. Nach dem Rücktritt von Brexit-Minister David Davis, der in der Nacht zum Montag bekannt wurde, aber geriet es unter Druck und wertete bis auf 1,13 Euro ab.

          Anleger fürchteten eine Spaltung der Konservativen und einen Bruch der Regierung. Da Davis aber betonte, er strebe keinen Sturz von Premierministerin May an, verringerten sich die Sorgen wieder und das Pfund wertete wieder bis auf 1,1436 Euro auf.

          Der Rücktritt Johnsons schürt aber die Befürchtungen einer Regierungskrise aufs Neue, so dass das Pfund noch stärker abwertet als nach dem Rücktritt von Davis. Zuletzt wurde es noch für 1,1286 Euro gjhandelt.

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          Commerzbank-Expertin Thu Lan Nguyen sieht in einer möglichen Regierungskrise einerseits eine Belastung für das Pfund. Andererseits seien die Chancen größer, dass Großbritannien in der Zollunion bleibe. Dies würde die wirtschaftlichen Folgen des Brexits in Grenzen halten.

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