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Neue Aktienindzes : Pensionsvorsorge soll grün werden

Schlossplatz in Stuttgart: Baden-Württemberg will bei bei der Pensionsvorsorge grüner werden. Bild: dpa

Der Trend zu grüner Geldanlage macht auch vor dem Staat nicht halt. Vier Bundesländer lassen eigene Aktienindizes entwickeln.

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          Der Trend zu grüner Geldanlage macht auch vor dem Staat nicht halt. Die Bundesländer Baden-Württemberg, Brandenburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen haben die Deutsche Börse beauftragt, für sie Aktienindizes nach „nachhaltigen Kriterien“ zu entwickeln. Das geht aus einer Pressemitteilung der vier Länder vom Montag hervor. Orientiert an diesen Indizes, wollen die Länder im Laufe der nächsten Jahre Pensionsrücklagen von „voraussichtlich rund 7 Milliarden Euro“ anlegen.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

          Die Deutsche Börse sprach von einem „Meilenstein“ und einem „Milliarden-Deal“. Gleichwohl wird nur ein Bruchteil des Geldes als Indexgebühr in ihre Kassen fließen. Für das Image der Indextochtergesellschaft Stoxx ist der Auftrag jedoch von hoher Bedeutung. Derzeit ist ein Wettlauf von Fondsgesellschaft und Indexanbietern um die Vorherrschaft beim Thema grüne Geldanlagen im Gange.

          Die Bundesländer lassen bisher Pensionsvermögen im Umfang von 3,6 Milliarden Euro durch die Deutsche Bundesbank in zwei Aktienindizes anlegen. Im Laufe des Jahres soll das Geld in zwei Aktienindizes (einer für die Eurozone und einer außerhalb) umgeschichtet werden, die ökologische, soziale und ethische Kriterien berücksichtigen.

          Details zu den Kriterien wurden nicht genannt. Zusätzlich soll die Deutsche Börse zwei Varianten entwickeln, die Unternehmen aus dem Bereich fossiler Brennstoffe und die CO2-intensivsten Unternehmen ausschließt, um den Ländern Investitionen entsprechend „regionaler Besonderheiten und energiepolitischer Entscheidungen“ zu ermöglichen.

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