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Ausblick : Pandemie offenbart Schwächen in der Wirtschaft

Je länger Container auf ihre Verschiffung warten, desto mehr verschärft sich der weltweite Nachfrageüberhang. Bild: dpa

Die Auswirkungen der Pandemiebekämpfung bleiben bestimmend für Konjunktur und Kapitalmärkte. Die Europäische Zentralbank hinkt bei der Eindämmung der Inflation hinterher.

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          Wohin nur mit dem ganzen Geld? Die nicht enden wollende Flutung des Geldsystems durch Notenbanken und Regierungen stellt Sparer, Anleger, Unternehmen und Finanzdienstleister vor die gleiche Frage. Auf den großzügigen Konjunkturhilfen lag die Hoffnung, mit viel Geld, das mit der Zeit seinen Wert verliert, Investitionen und Nachfrage anzukurbeln, auch während unter pandemischen Lockdowns Produktionen stillstanden und Arbeiter ihre Häuser nicht verlassen konnten.

          Gregor Brunner
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Die Strategie ging auf: Nach einem beispiellosen Einbruch der Konjunktur sowie der Aktienmärkte stellte sich nach einiger Zeit eine beispielhafte Erholung ein. Aktienindizes erreichen immer neue Höhen, und die Wirtschaft verzeichnet wieder Wachstum. 2020 schrumpfte die Wirtschaft in der Eurozone um 6,5 Prozent. Für dieses Jahr prognostiziert die Helaba 5,1 Prozent Wachstum. Auch andere Finanzdienstleister sehen der Zukunft mit vorsichtigem Optimismus entgegen. Die Schweizerische Großbank Credit Suisse erwartet 5,3 Prozent. Für 2022 fallen die Vorhersagen schon etwas verhaltener aus. Immerhin noch 4,6 Prozent sagt man bei der DWS, dem Fondshaus der Deutschen Bank. 4,2 Prozent heißt es aus der Schweiz, und im Frankfurter Main Tower gehört man mit 3,9 Prozent zu den Skeptikern.

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