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Online-Broker : Flatex auf dem Weg in den Tec-Dax

Hoher Besuch bei Flatex: Der hessische Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir im Jahr 2016 mit Vorstandschef Frank Niehage (links). Bild: Wolfgang Eilmes

Der Online-Broker schwimmt auf einer Erfolgswelle. Jetzt will Vorstandschef Frank Niehage Europa aufmischen. Doch noch ruht die Vergangenheit nicht ganz.

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          5,90 Euro an Gebühr für jeden Wertpapierkauf oder -verkauf, egal wie groß das Transaktionsvolumen. Diese einfache Formel hält der Online-Broker Flatex seit 15 Jahren durch und ist damit groß geworden. Seit 2015 stieg die Kundenzahl jährlich um 22 Prozent auf heute rund 370.000. Noch haben Wettbewerber wie Comdirect, Cortal Consors oder ING Diba mindestens drei Mal so viele Kunden, aber Flatex zieht Anleger an, die im Schnitt 40 bis 50 Transaktionen im Jahr vornehmen. Und durch den Kauf des größeren holländischen Brokers Degiro, der im Dezember 2019 beschlossen und in den kommenden Wochen umgesetzt wird, stößt der selbst börsennotierte Broker nun in eine neue Dimensionen vor.

          Hanno Mußler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Vorstandschef Frank Niehage steckt im Gespräch mit der F.A.Z. neue Ziele: „In unserem Geschäft zählt Größe. Wenn der Degiro-Deal verdaut ist, kann der nächste kommen. Gleichzeitig achten wir auf unsere Finanzierungsstruktur. Wir sind zuversichtlich, dass der Bankenverband unsere schon sehr gute Bonitätsnote von „A–“ bald noch eine Stufe auf glatt „A“ hochsetzt. Und wir wollen durch den noch in diesem Halbjahr anstehenden Wechsel unserer Aktie in den Prime Standard anschließend in den S-Dax, am besten sogar in den Tec-Dax einrücken.“ Maßgeblich dafür ist der Börsenwert des Streubesitzes, hier kommt Flatex derzeit auf rund 750 Millionen Euro.

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