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Diskussion um Förderquoten : Ölpreise weiter auf Talfahrt

  • Aktualisiert am

Russische Ölproduktion nahe der Barentsee Bild: AP

Nachdem am Wochenende Russland deutliche Signale gab, dass es die Ölförderung ausweiten will, fällt der Ölpreis am Montag weiter.

          Die Ölpreise stehen am Montag weiter unter Druck. Am Markt gelten weiter Signale für ein höheres Rohölangebot als Auslöser. Mit Russland und Saudi-Arabien haben führende Ölstaaten höhere Fördermengen in Aussicht gestellt. Damit setzen die Ölpreise ihre seit Mittwoch andauernde Talfahrt fort.

          Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent mit Lieferung im Juli kostet 75,17 Dollar. Das waren 0,87 Dollar weniger als am Freitag. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fällt um 1,09 Dollar auf 66,56 Dollar.

          Aussagen der Ölminister von Saudi-Arabien und von Russland am Freitag haben die Kursverluste deutlich verstärkt. Seit Mittwoch geben die Ölpreise nach, zunächst in einer Gegenbewegung zu den starken Gewinnen nach dem amerikanischen Ausstieg aus dem Atomdeal mit dem Iran und neuen Sanktionen gegen Venezuela nach dem Wahlsieg von Amtsinhaber Nicolas Maduro.

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          Russland könne sich eine Aufweichung der seit eineinhalb Jahren dauernden Produktionseinschränkungen vorstellen, sagte Energieminister Alexander Nowak am Samstag. Eine Ölproduktion auf dem Niveau vor Inkrafttreten der Förderbremse sei möglich.

          Hintergrund sind eben die Produktionsausfälle in Venezuela und im Iran. Russlands Präsident Wladimir Putin sagte am Wochenende, Moskau sei mit 60 Dollar je Fass vollkommen zufrieden. Eine endgültige Entscheidung über Förderquoten soll bei einem nächsten Treffen am 22. und 23. Juni in Wien fallen.

          Außerdem haben sich seit Mittwoch auch der deutliche Anstieg der Lagerbestände an Rohöl in den Vereinigte Staaten belastend ausgewirkt.

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