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Energie : Ölpreis steigt über 70 Dollar

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Ölpumpen auf einem Feld bei Ponca City im Bundesstaat Oklahoma. Bild: dpa

Nachdem eine Libyen-Erklärung im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen gescheitert ist, haben die Ölpreise weiteren Auftrieb bekommen.

          Der Ölpreis ist am Montag über 70 Dollar und auf den höchsten Stand seit fünf Monaten geklettert. Hauptgrund ist die Förderbremse der Opec-Staaten und verbündeter Exportländer. Händler verwiesen zudem auf die guten amerikanischen Arbeitsmarktdaten vom Freitag. Auch die amerikanischen Sanktionen gegen Iran und Venezuela verknappen das Angebot.

          Der Preis für die führende Ölssorte Brent stieg um 0,5 Prozent auf 70,69 Dollar je Barrel. Der Preis für amerikanisches Leichtöl WTI stieg um 0,6 Prozent auf 63,43 Dollar.

          In der Vorwoche stieg der Preis für Brent schon um fast drei Prozent. Vor allem die Hoffnung auf ein Ende des Handelsstreits zwischen den Vereinigten Staaten und China sorgten für Auftrieb bei den Ölpreisen.

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          Die Rohstoffexperten der Commerzbank gehen jedoch nicht davon aus, dass der Preis für Brent-Öl deutlich über die Marke von 70 Dollar steigen wird. Unter anderem „schwebt das Risiko eines erneuten Trump-Tweets wie ein Damoklesschwert über dem Ölmarkt, sollte Brent nachhaltig über die Marke von 70 Dollar steigen.“ In der Vergangenheit hatte Präsident mehrfach die Förderpolitik der Opec öffentlich kritisiert und wegen steigender Ölpreise eine höhere Ölproduktion gefordert.

          Die Commerzbank-Experten verwiesen auch auf die Entwicklung im Opec-Land Libyen. Rund eine Woche vor einer geplanten UN-Friedenskonferenz droht in dem Bürgerkriegsland eine neue Eskalation der Gewalt. „Das letzte, was der Ölmarkt derzeit noch gebrauchen kann, sind neuerliche Produktionsausfälle in Libyen.“

          Nachdem nun eine Erklärung im Sicherheitsrat scheiterte, die ein Ende des Vormarsches der Truppen von General Chalifa Haftar fordern sollte, gibt dies den Preisen weiteren Auftrieb, auch wenn Libyen für den Ölmarkt derzeit keine bedeutende Rolle spielt. Russland hatte nach Diplomatenangaben vom Sonntag darauf gepocht, alle Konfliktparteien zu einem Ende der Kämpfe aufzurufen. Die Vereinigten Staaten hatten eine solche Änderung am Text aber abgelehnt.

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