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Ölpreise sinken : Der Höhenflug des Öls scheint vorerst vorbei

Ölförderung in Iran: Donald Trumps Iran-Sanktionen trugen mit zum Anstieg des Ölpreises bei. Bild: Reuters

Noch vor Kurzem hatten Experten vor einem steigenden Ölpreis gewarnt, sogar Spitzen von 100 Dollar schienen möglich. Jetzt fällt Öl deutlich unter 80 Dollar. Nur an der Tankstelle bekommen Autofahrer das noch nicht so richtig mit.

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          Der Ölpreis ist wieder deutlich gefallen und notiert unter der Marke von 80 Dollar je Barrel (159 Liter) für die Nordseesorte Brent. Am Donnerstag stand er am Nachmittag bei 78,88 Dollar, ein Rückgang gegenüber dem Vortag um weitere 1,5 Prozent nach zeitweise 2,3 Prozent am Mittwoch. Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung. Noch unlängst stand der Preis bei rund 86 Dollar. Viele Analysten hatten ihn schon auf dem Weg zu 100 Dollar gesehen. „Preisspitzen von 100 Dollar sind nicht auszuschließen“, hatten viele Banken in ihren Marktberichten geschrieben. Ökonomen, unter anderen des Internationalen Währungsfonds (IWF), hatten gewarnt, das teure Öl könnte sich zu einem weiteren Belastungsfaktor für die Weltkonjunktur entwickeln.

          Christian Siedenbiedel
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Das alles ist jetzt natürlich immer noch nicht ausgeschlossen. Aber vorerst hat der Ölpreis spürbar eine Reise in die Gegenrichtung angetreten. Unmittelbarer Anlass für das Absinken des Preises unter 80 Dollar waren Zahlen über höhere Lagerbestände in den Vereinigten Staaten. Auch die geopolitischen Entwicklungen hatten in den vergangenen Tagen offenkundig erheblichen Einfluss auf den Ölpreis. So hatten scharfe Äußerungen des amerikanischen Präsidenten Donald Trump gegenüber Saudi-Arabien im Zusammenhang mit dem verschwundenen Journalisten Jamal Khashoggi zum Wochenbeginn den Ölpreis noch etwas hochgetrieben; insbesondere die Aussicht auf mögliche amerikanische Sanktionen gegen den wichtigsten Ölförderer der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) hatte die Märkte beunruhigt. Der Preisanstieg währte aber offenbar nicht besonders lange.

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