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Spritpreise kaum verändert : Ölpreis steigt auf Vierwochenhoch

Ölfeld in Saudi-Arabien Bild: dpa

Im Zuge der Spannungen am Persischen Golf und im Vorfeld des Opec-Treffens ist der Ölpreis zuletzt auf ein Vierwochenhoch gestiegen. An den Tankstellen wirkt sich die Erhöhung bislang nicht aus.

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          Die Ölpreise sind am Donnerstag nach einem deutlichen Preisanstieg vom Vortag wieder etwas gefallen. Zur Wochenmitte hatte der Preis noch weiter zugelegt und erstmals seit Ende Mai die 66 Dollar je Barrel wieder überschritten.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Am Donnerstagmorgen kostete ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent 66,20 Dollar. Das waren 29 Cent weniger als am Mittwoch. Der Preis für ein Barrel der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) fiel um 31 Cent auf 59,07 Dollar.

          Vor dem Treffen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) sowie weiterer Ölstaaten am Montag und Dienstag in Wien hatte der Preis sich damit wieder etwas von seinen Tiefständen aus der ersten Junihälfte erholt.

          Auf Wunsch Russlands war das Treffen mit der Opec auf die Tage nach dem G-20-Gipfel mit dem amerikanischen Präsidenten Donald Trump und seinem chinesischen Amtskollegen Xi Jinping an diesem Wochenende verschoben worden. „Die einfachste Option für die Opec wäre, alles unverändert zu belassen, eine Verlängerung der aktuellen Kürzungen, auch wenn Russland gerne mehr produzieren würde“, sagte Giovanni Staunovo, Ölfachmann der UBS.

          Wenn man die Details ändern wolle, müsse man neu verhandeln, das brauche Zeit. Die Staaten des Golf-Kooperationsrats mit Saudi-Arabien an der Spitze hätten ihre Ölförderung stärker gekürzt als versprochen. Falls das Angebot knapp werde, könnten diese ihre Produktionsmenge immer noch nach oben anpassen. Saudi-Arabien beispielsweise fördere derzeit weniger als 9,7 Millionen Barrel je Tag; die Vereinbarung zur Förderkürzung hatte nur eine Reduktion auf 10,31 Millionen Fass je Tag vorgesehen.

          An den Tankstellen in Deutschland hatte der Ölpreisanstieg der vergangenen Tage zunächst wenig Auswirkungen. Wie der Autoklub ADAC in seiner wöchentlichen Auswertung der Preise von 14 000 Tankstellen berichtet, sank der Preis für Super E10 auf Wochensicht im Schnitt um 0,3 Cent auf 1,465 Euro je Liter. Diesel verteuerte sich um 0,5 Cent auf 1,257 Euro je Liter.

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