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Ökonomen befürchten Crash : Braut sich da an den Börsen etwas zusammen?

Das Finanzministerium der Vereinigten Staaten in Washington Bild: AP

Erste Stimmen in Amerika warnen vor einer neuen Finanzkrise. Darunter nicht nur dubiose Crashpropheten, sondern etablierte Ökonomen. Über den möglichen Auslöser sind sich die Experten uneins.

          4 Min.

          Als das amerikanische Finanzministerium Mitte Februar Staatsanleihen mit einer vierwöchigen Laufzeit versteigerte, überstieg die Nachfrage der Investoren das Angebot um das Zweieinhalbfache. Eine Quote von 1 zu 2,5 sieht auf den ersten Blick unbedenklich aus, doch es war die niedrigste seit zehn Jahren. Das gleiche Bild ergibt sich bei Bonds mit dreimonatiger und sechsmonatiger Laufzeit. Selbst die Nachfrage für zehnjährige Anleihen sinkt.

          Winand von Petersdorff-Campen

          Wirtschaftskorrespondent in Washington.

          Das kommt in denkbar ungünstiger Zeit: Die Vereinigten Staaten müssen ausgerechnet jetzt so viel Geld aufnehmen wie nie zuvor, um ihre Steuerreform und ihr ambitioniertes Ausgabenprogramm zu finanzieren. Gaben sie 2017 noch Anleihen in Höhe von einer Billion Dollar aus, werden es dieses Jahr nach Angaben der Deutschen Bank 1,5 Billionen und 2019 rund 2,3 Billionen Dollar sein. Torsten Slok, Chefökonom der Deutschen Bank, stellt die kritische Frage: „Wer wird die amerikanischen Staatsschulden kaufen?“ Knapp die Hälfte der Investoren kommt aus dem Ausland.

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