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Haferdrink-Hersteller : Oatly-Aktien kosten 17 Dollar

  • Aktualisiert am

17 Dollar - nicht der Preis für den Drink, sondern für die Aktie Bild: Picture-Alliance

Der schwedische Hafermilch-Hersteller Oatly wird bei seinem Börsengang an der Wall Street mit zehn Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen profitiert davon, dass immer mehr Menschen Ersatz für Kuhmilch kaufen.

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          Der schwedische Haferdrink-Hersteller Oatly wird bei seinem Börsengang an der US-Technologieböre Nasdaq mit zehn Milliarden Dollar bewertet. Das Unternehmen, das vom Trend zu gesunder und veganer Ernährung profitiert, teilte seine Hinterlegungsscheine (ADS) in der Nacht zum Donnerstag zu je 17 Dollar zu, am oberen Ende der Zeichnungsspanne, die von 15 bis 17 Dollar reichte. Oatly und einige seiner Anteilseigner nehmen mit der Emission bis zu 1,65 Milliarden Dollar ein, davon gehen 1,1 Milliarden an das Unternehmen selbst. Zu den Investoren von Oatly gehören der frühere Starbucks-Chef Howard Schultz, die Talkshow-Moderatorin Oprah Winfrey, die Schauspielerin Natalie Portman und der Rapper Jay Z.

          Das Börsendebüt von Oatly ist für Donnerstag geplant. Für den amerikanischen Aktienmarkt bietet die erfolgreiche Emission die erhoffte Rückendeckung. Drei Absagen von Börsengängen in der vergangenen Woche hatten Befürchtungen genährt, die seit 15 Monaten andauernde Erfolgswelle bei Emissionen und Platzierungen könnte zu Ende gehen. Der Hypothekenversicherer Enact Holdings und der Hörgeräte-Hersteller Hear.com hatten ihre Börsenpläne zurückgezogen. Auch in Deutschland nahm die Aufnahmebereitschaft der Investoren für Börsengänge ab. Organisiert wurde die Emission von Oatly von den Investmentbanken Morgan Stanley, JP Morgan und Credit Suisse.

          Das Unternehmen erlebt mit dem Börsengang eine massive Wertsteigerung. Bei der vorausgegangenen Finanzierungsrunde im Juli 2020 über 200 Millionen Dollar, die maßgeblich vom Finanzinvestor Blackstone gestemmt wurde, war es mit rund zwei Milliarden Dollar bewertet worden. Größter Aktionär bleibt auch nach dem Börsengang Verlinvest, die Beteiligungsfirma der Eigentümerfamilie des Brauereiriesen Anheuser-Busch InBev. Sie hatte über ein Gemeinschaftsunternehmen mit der staatlichen China Resources 2016 in Oatly investiert.

          Die Hafermilch von Oatly ist vor allem bei Veganern als Ersatz für Milch populär, weil sie frei von Soja-Eiweiß ist. Zuletzt hatte sich das 1994 von den Brüdern Rickard und Björn Öste gegründete Unternehmen aus Malmö mit der Kaffee-Kette Starbucks zusammengetan, die in ihren Cafes in den USA Getränke und Snacks auf Basis der Haferprodukte von Oatly anbieten will.

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