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Rekordstände : Notenbank-Chef Powell mahnt zur Vorsicht wegen Firmenverschuldungen

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Fed-Chef Jerome Powell mahnt zu Aufmerksamkeit bei der Verschuldung der Unternehmen. Bild: AP

Amerikas Notenbank-Chef Fed Jerome Powell mahnt wegen der Schulden-Rekordstände von Firmen zu Vorsicht und zieht einen Vergleich zur Finanzkrise vor einem Jahrzehnt.

          Der Chef der amerikanischen Notenbank Fed Jerome Powell mahnt angesichts der Rekordstände bei der Verschuldung von Firmen zu Vorsicht. Die Lage sei zwar nicht mit den Bedingungen am US-Hypothekenmarkt vergleichbar, die zur Finanzkrise 2007 bis 2009 geführt hätten, sagte Powell am Montag. Zudem stehe das Wachstum bei Firmenkrediten in Einklang mit dem Wirtschaftswachstum und das Finanzsystem könne besser mit Verlusten umgehen. Er verwies jedoch auf einen Mangel an Transparenz bei der Verschuldung von Firmen und auf steigenden Risiken, wenn das Wachstum nachlasse. „Die Verschuldung der Firmen hat ein Niveau erreicht, das Unternehmen und Investoren einen Grund zur Pause und zum Nachdenken geben sollte.“

          Die amerikanischen Währungshüter haben nach einem wahren Zinsfeuerwerk von neun Erhöhungen binnen drei Jahren vorerst eine Pause eingelegt und den geldpolitischen Schlüsselsatz in der Spanne von 2,25 bis 2,5 Prozent belassen. Als Grund führen sie die unsicheren Konjunkturaussichten an, die auch vom Handelsstreit der Amerikaner getrübt werden. Es sei aber verfrüht, über die Auswirkungen des Handelsstreits auf die Geldpolitik zu urteilen, sagte Powell.

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