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1,1 Billionen Euro : Norwegischer Ölfonds erzielt 38 Milliarden Euro Gewinn

Ölplattform vor der Küste Norwegens Bild: dpa

Vor allem Kursgewinne von Aktien haben dem Staatsfonds, der die Öleinnahmen des Landes verwaltet, im ersten Quartal einen deutlichen Zuwachs beschert. Er ist nun umgerechnet rund 1,1 Billionen Euro wert.

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          Die fortgesetzte Kursrally an den Aktienmärkten dieses Jahres dürfte so manchen Privatanleger, aber auch große Investoren erfreuen. So hat zum Beispiel der norwegische Staatsfonds im ersten Quartal nach eigenen Angaben einen Gewinn von 38 Milliarden Euro erzielt. Als Ursache seien am Mittwoch in Oslo in erster Linie Aktiengewinne genannt worden, heißt es von der Nachrichtenagentur AFP. Der Wert des Staatsfonds stieg bis Ende März auf 11 Billionen norwegische Kronen (umgerechnet etwa 1,1 Billionen Euro).

          Kerstin Papon
          (kpa.), Finanzen, Wirtschaft

          Die Aktiengewinne seien vor allem durch die Kursaufschläge in den Branchen Finanzen und Energie zustande gekommen, sagte der Vizechef des Fonds, Trond Grande. Auch der Immobiliensektor habe dazu beigetragen. Festverzinsliche Wertpapiere hätten dagegen  Kursverluste erbracht.

          Der Fonds war von der norwegischen Regierung in den 1990er Jahren aus Gewinnen aus der staatlichen Ölindustrie als Absicherung für künftige Generationen aufgebaut worden und wird auch als Ölfonds bezeichnet. Er speist sich aus den Einnahmen aus der norwegischen Öl- und Gasförderung und wird von der Zentralbank im Auftrag des Finanzministeriums verwaltet.

          Zum Teil kräftige Schwankungen

          Wie stark der Fonds im Wert schwanken kann, zeigte das Vorjahr. Die Corona-Pandemie sorgte zunächst für einen Verlust von 18 Milliarden Euro im ersten Halbjahr. Zum Jahresende kam der größte Staatsfonds der Welt, den Kursgewinnen an den Börsen sei dank, schließlich auf ein Plus von insgesamt rund 102 Milliarden Euro. Mit einem Plus von 42 Prozent schnitten dabei Investments in Technologieaktien am besten ab. Aktien insgesamt erbrachten dem eine Rendite von gut 12 Prozent.

          Zum Jahresende war der Fonds einen Angaben zufolge rund 1,046 Billionen Euro wert. Rund 73 Prozent des Vermögens waren in Aktien investiert und etwa 25 Prozent in Anleihen.

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