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Neues Allzeithoch : Palladiumpreis übersteigt 2000 Dollar

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Der Preis von Palladium steigt und steigt. Mittlerweile ist es mehr als doppelt so teuer wie Platin. Das könnte ein baldiges Ende der Rally signalisieren.

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          Die aktuelle Iran-Krise treibt die Preise der Edelmetalle. Gold etwa ist so teuer wie seit fünf Jahren nicht mehr. Noch viel stärker steigt indes der Preis von Palladium. Am Montag erreichte er bei 2022 Dollar einen neuen Höchststand und übertraf damit erstmals nachhaltig die Marke von 2000 Dollar.

          Der Höhenflug des Preises hat allerdings weiter zurückreichende Ursache als die jüngste Krise am Golf. Schon seit Anfang 2016 steigt dieser nahezu ununterbrochen und hat sich seitdem vervierfacht. 2019 betrug der Preisanstieg 53,5 Prozent. Grundsätzlich sei die Marktenge ausschlaggebend für die Hausse, sagt Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH. Verstärkend sei die wachsende Katalysatorennachfrage hinzugekommen sowie Produktionseinschränkungen in Südafrika.

          Mehr als drei Viertel des produzierten Palladiums werden in Hybridfahrzeugen, Brennstoffzellen und Katalysatoren verwendet. Die verstärkten Bemühungen rund um den Globus, die Emissionen von Kraftfahrzeugen zu reduzieren, treibt die Nachfrage an.

          Palladium

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          „Es ist aber nur eine Frage der Zeit bis sich die Substitution von Palladium durch das billigere Platin in den Rohstoffpreisen bemerkbar machen wird“, sagt Siegel.

          Tatsächlich war Platin seit dem Jahr 2000 stets deutlich teurer als Palladium, nicht zuletzt weil es sich in Diesel-Katalysatoren nicht durch Palladium ersetzen ließ. Das hat sich seit Mitte 2018 nun deutlich geändert: Mittlerweile ist Palladium mehr als doppelt so teuer wie Platin, das zuletzt mit 986 Dollar für die Feinunze gehandelt wurde.

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