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Neue Anleihen : Zinskupon von 5,5 Prozent

Beim Neubauprojekt Main Gate east in Offenbach plant Eyemaxx gemeinsam mit der Offenbacher OPG ein Bürohochhaus. Bild: Simulation MSW

Hohe Zinsen zu finden ist derzeit schwer. Aber es geht. der Immobilienentwickler Eyemaxx bietet 5,5 Prozent. Natürlich gibt es auch höhere Risiken.

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          Ein Zinskupon von 5,5 Prozent sticht heraus beim Blick auf die neuen Unternehmensanleihen. Ein solch hoher Kupon ist in Zeiten historisch niedriger Zinsen gewiss ein Zeichen für entsprechend hohe Solvenzrisiken bei einem Emittenten, wenn nicht sogar schon ein Indiz für eine drohende Insolvenz. Eine solche Anleihe hat die Eyemaxx Real Estate begeben. Das Unternehmen hat sich auf die Entwicklung von Gewerbe- und Wohnimmobilien ausgerichtet. Die Anleihe mit fünfjähriger Laufzeit hat ein Volumen von 37 Millionen Euro. Das ist wenig, aber in diesen geringen Losgrößen bewegen sich auch die schon zuvor begebenen Eyemaxx-Anleihen.

          Markus Frühauf
          (maf.), Wirtschaft

          Die Erinnerungen an die Mittelstandsanleihen werden wach, als finanzschwache Unternehmen, die von Banken kaum noch Kredit erhielten, den Kapitalmarkt und damit Privatanleger anzapften. Diese hatten dann in den vielen Ausfällen das Nachsehen. Doch muss Eyemaxx zugutegehalten werden, schon länger Anleihen zu begeben und zu bedienen. Darüber hinaus ist die Aktie an der Börse notiert und weist in diesem Jahr einen Kursgewinn von 14 Prozent auf. Alle vier Analysten, die Eyemaxx bewerten, empfehlen die Aktie zum Kauf.

          Auch die KFM Deutsche Mittelstand AG, die festverzinsliche Wertpapiere mittelständischer Unternehmen analysiert und für den „Deutschen Mittelstandsanleihen Fonds“ auswählt, hat die neue Eyemaxx-Anleihe als attraktiv eingestuft. Der Immobilienprojektentwickler weise eine erfolgreiche Vergangenheit und ein langjährig erfahrenes Management mit großem Netzwerk innerhalb der Branche auf. In Zukunft sei mit steigenden Erträgen und verbesserten Bonitätskennziffern zu rechnen, erwarten die KFM-Fachleute. Privatanleger, die von Unternehmensanleihen mit attraktiven Zinsen träumen, sollten einen möglichst genauen Blick auf die Anleihe von Eyemaxx werfen.

          Bild: F.A.Z.

          Dem sich in einer Krise befindenden Automobilzulieferer Continental (siehe Seite 17) war es im Zuge der jüngsten Lockerungsmaßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) gelungen, Anleihen mit einem Zinskupon von null Prozent zu plazieren. Das war der Fall zum Beispiel bei der am 12. September 2023 fällig werdenden Anleihe über 500 Millionen Euro. Nun hat Continental nachgelegt und einen Titel über 600 Millionen Euro mit Fälligkeit 27. Juni 2025 begeben. Der Zinskupon beträgt 0,375 Prozent. Die Ankündigung der EZB, den Einlagensatz von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent zu senken sowie neue Anleihekäufe zu tätigen, hat bislang die Renditen an den Anleihemärkten kaum gedrückt.

          DZ-Bank-Analyst Günther Scheppler vergleicht das neue Kaufprogramm der EZB in seinem aktuellen Kommentar mit einem „stumpfen Schwert“. Zum einen habe die EZB das Anleihekaufprogramm nicht Ende 2018 beendet, sondern weiter Fälligkeiten neu ersetzt. Das ergab nach Schepplers Angaben ein durchschnittliches Kaufvolumen von 13 Milliarden Euro im Monat. Zudem wirkten Rezessionsängste oder die Handelskonflikte gegen eine weitere Einengung der Risikoaufschläge (Spreads) von Anleihen. Beginnt die EZB am 1. November mit neuen Käufen von 20 Milliarden Euro, wird sich das Ankaufvolumen einschließlich der Reinvestitionen fälliger Schuldtitel auf durchschnittlich 40 Milliarden Euro je Monat verdoppeln.

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