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Nachhaltigkeit : Wenn passive Anleger und Hedge-Fonds dasselbe Ziel verfolgen

Ein Klimaaktivist hängt über der Bundesstraße 32 an einem Seil, über ihm ein Plakat „Wer Straßen sät, wird Stau ernten“. Bild: dpa

Die Gerichtsentscheidung im Fall des Ölkonzerns Shell bestärkt Investoren in ihrem Fokus auf Nachhaltigkeit. Wie nutzen sie diese Macht für ihre Interessen?

          3 Min.

          Investoren müssen abwägen. Alles dreht sich um die Frage, welche Unternehmen die Kriterien für Nachhaltigkeit erfüllen oder irgendwann dahin entwickelt werden können. Nur so lässt sich eine nachhaltige Anlagestrategie entwickeln. „Wir sehen alles durch die Linse der Risiken“, sagt Lisa Harlow im Gespräch mit der F.A.Z. Harlow ist beim Fondsanbieter Vanguard für die Wahrung der Anlegerinteressen in Europa zuständig (Leiterin Stewardship EMEA). „Welche Arten von Risiken können den Fortbestand eines Unternehmens gefährden oder die Weiterentwicklung aufhalten?“ Die Diskussionen darüber hätten sich in den vergangenen Jahren sehr intensiviert, sagt Harlow.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.
          Inken Schönauer
          Redakteurin in der Wirtschaft, verantwortlich für den Finanzmarkt.

          „Für uns kommt es immer darauf an, wie ein Vorstand auf unsere Vorschläge reagiert“, betont sie. „Wir müssen Erfolge sehen.“ Als einer der größten Fondsanbieter der Welt ist Vanguard zwangsläufig über deren Indexfonds in vielen Unternehmen investiert, bei denen es nicht geht, einfach auszusteigen, solange diese im zugrunde liegenden Index notiert sind. Auf der Hauptversammlung der jeweiligen Gesellschaften können Entscheidungen aber mit Nichtentlastung oder Gegenanträgen entsprechend blockiert oder geändert werden.

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