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Nachhaltige Geldanlage : Wie der Kapitalismus den Klimawandel stoppt

Einen Systemwechsel verlangen Klimaaktivisten. Aber hin zu welchem System? War der Sozialismus umweltfreundlicher? Oder doch die Märkte umgestalten? Bild: dpa

Die Finanzmärkte können eine entscheidende Rolle in der Klimapolitik spielen. Denn dort werden ständig Milliardenbeträge umgelenkt – auch in eine ökologischere Richtung.

          7 Min.

          Wenn auf den Straßen gegen die Erderwärmung protestiert wird, kommt der Finanzmarkt immer nur als Gegner vor. „Klimawandel aufhalten? Kapitalismus abschaffen!“, lautet eines der wiederkehrenden Kurzargumente, die auf Transparenten zu lesen sind. Nur wenn das System überwunden werde, lasse sich auch der Kohlendioxidausstoß in einem Rahmen halten, auf den sich die Staaten der Welt mit dem Pariser Abkommen geeinigt haben.

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Dabei zeigt sich immer mehr, dass die internationalen Verträge zur Nachhaltigkeit eine erhebliche Dynamik auf dem Kapitalmarkt auslösen. Fondsgesellschaften geben sich eine grüne Agenda, Banken suchen nach Strategien hinter ESG-Zielen (wobei E für „Ecological“, S für „Social“ und G für „Governance“ steht), Versicherer verweigern Kohleförderprojekten die Deckungen und investieren Milliarden in die Energiewende.

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