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Spezial Nachhaltig Investieren : Das Klima und das Geld

Hilft die Fondsbranche, dass sich Windräder schneller drehen? Bild: mauritius images / Bearbeitung F.A.S.

In der Vermögensverwaltung ist Nachhaltigkeit der Trend der Stunde. Doch immer wieder wird die Frage gestellt: Steckt dahinter mehr als Marketing? Teil 1 eines Spezials.

          5 Min.

          Larry Fink, der Chef der größten Fondsgesellschaft der Welt, beginnt jedes neue Jahr mit einem Brief. Anders als man vermuten könnte, handelt es sich dabei nicht etwa um eine private Angelegenheit des Blackrock-Vorstandsvorsitzenden, dessen Gesellschaft die kaum vorstellbare Summe von rund 7800 Milliarden Dollar verwaltet. Nein, Finks jährlicher Brief ist öffentlich und richtet sich an die Vorstandschefs der wichtigsten Konzerne der Welt. Fink selbst würde die darin enthaltenen Ideen vermutlich Denkanstöße nennen. Aber er liebt auch die öffentliche Aufmerksamkeit, die damit einhergeht. Sie ist im besten Fall kostenlose Werbung für sein Haus.

          Dennis Kremer

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Noch weiß wohl nur Fink selbst, was er 2021 zum Thema seines nächsten Briefes machen wird. Aber wenn es ihm nur halbwegs gelingen sollte, damit die Debatte so zu bestimmen wie in diesem Jahr, dürfte der Blackrock-Chef zufrieden sein. Sicher, Corona hat 2020 alles überlagert. Aber zumindest in der Finanzwelt war neben der Pandemie kaum eine Debatte so prägend wie die von Fink ausgelöste: „Der Klimawandel ist für die langfristigen Aussichten von Unternehmen zu einem entscheidenden Faktor geworden“, hatte er geschrieben. Künftig wolle man Nachhaltigkeit zu einem wesentlichen Bestandteil der Portfoliokonstruktion machen, warnte er die Vorstandschefs.

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