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Nach Erdogans Zinskommentaren : Türkische Lira fällt auf neues Rekordtief

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Hat seit Jahresbeginn rund 22 Prozent abgewertet: die türkische Lira. Bild: AFP

Die Lira hat nach Aussagen des türkischen Staatspräsidenten Erdogan zur Zinsentwicklung gegenüber dem Dollar abermals an Wert verloren. Investoren sorgen sich vor einer politischen Einflussnahme auf die Zentralbank.

          Zinsspekulationen haben die türkische Lira am Donnerstag auf ein Rekordtief gedrückt. Der Dollar lag am Vormittag 0,6 Prozent höher bei 4,8350 Lira, nachdem er zuvor bis auf 4,9767 Lira geklettert war.

          Auslöser waren Händlern zufolge Aussagen zur Zinsentwicklung von Präsident Recep Tayyip Erdogan, der sich Anfang der Woche per Dekret eine stärkere Kontrolle über die Zentralbank verschafft hatte. „Wir haben viele Instrumente. Ich denke, wir werden die Zinsen in nächster Zeit fallen sehen“, zitierte ihn die Zeitung „Hürriyet“. „Ich bin mir sicher, nicht nur unsere staatlichen Banken, sondern auch unsere privaten Banken werden Verantwortung übernehmen, falls notwendig.“ Der Regent sieht sich als „Gegner von Zinsen“ und dringt seit längerem auf niedrigere Leitzinsen.

          Investoren treiben die Sorgen vor einer politischen Einflussnahme auf die Zentralbank seit Monaten um. Seit Jahresbeginn hat die Lira rund 22 Prozent abgewertet. Die Zentralbank versuchte zuletzt der hohen Inflation und dem Kurssturz der Landeswährung mit Zinserhöhungen gegenzusteuern.

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