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Wegen Millionenrückstellung : Kurs der Daimler-Aktie verliert gut 4 Prozent

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Der neue Daimler-Chef Ola Källenius konfrontiert die Aktionäre mit einer Gewinnwarnung. Bild: dpa

Der Stuttgarter Autobauer kappt wegen steigender Kosten zur Bewältigung der Diesel-Affäre seine Gewinnziele. An der Börse reagiert der Kurs sofort, Analysten äußern sich besorgt.

          Die Warnung des Daimler-Konzerns vor sinkenden Gewinnen setzt dem Aktienkurs des Automobilherstellers am Montag zu. Im frühen Handel notiert die Aktie gut 4 Prozent im Minus. Wegen der Kosten im Zusammenhang mit der Affäre um mutmaßlich manipulierter Dieselmotoren senkte der Stuttgarter Autobauer den Jahresausblick.

          Daimler legt demnach einen hohen dreistelligen Millionen-Euro-Betrag für laufende behördliche Verfahren und die Umrüstung von Mercedes-Benz Dieselautos zurück. Statt eines bisher erwarteten Anstiegs des Konzernergebnisses vor Zinsen und Steuern um 5 bis 15 Prozent, wird dieses nun nur noch in etwa auf Vorjahresniveau erwartet.

          Nach Einschätzung eines Analysten müssen sich die Anleger im Jahresverlauf womöglich auf weitere Belastungen einstellen. Da Daimler mit den Behörden kooperiere, halte er weitere Rückstellungen für möglich, schrieb Jose Asumendi von JP Morgan in einer Studie.

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          Das Bankhaus Metzler hat ihre Empfehlung für die Daimler-Aktie derweil von „Buy" auf „Hold" abgestuft und das Kursziel von 63 auf 52 Euro gesenkt. Eine besonders große Überraschung sei dies alles nicht, schrieb Analyst Jürgen Pieper in einer am Montag vorliegenden Studie. Ihm bereite aber Sorgen, dass nicht nur Extrakosten und die Kleintransporter-Sparte für die Senkung der Gewinnprognosen verantwortlich seien, sondern auch das Kerngeschäft Mercedes-Benz-Pkw in einer recht schlechten Verfassung sei. Die Hoffnung, der Autobauer könne mit seinem neuen Vorstandschef Ola Källenius neue Orientierungsmarken setzen, schwinde rasch.

          Die Dieselaffäre kommt zu anderen Problemen dazu, vor die sich die Autobranche gestellt sieht. So lastete zuletzt der Handelsstreit zwischen den Vereinigten Staaten und China auf den Geschäften, genauso wie die Einführung neuer Abgas- und Verbrauchstests in der EU. Ex-Chef Dieter Zetsche musste in der letzten von ihm präsentierten Jahresbilanz 2018 einen herben Gewinneinbruch vermelden.

          Daimler-Aktionäre hatten in den vergangenen Jahren nur wenig Freude an dem Investment in den schwäbischen Autobauer. Seit dem Zwischenhoch von 76,48 Euro im Januar 2018 ist der Kurs auf Xetra um mehr als 35 Prozent gefallen. Auf Sicht der vergangenen fünf Jahren wurden aus einer Anlagensumme von 10.000 Euro bis heute etwas mehr als 7200 Euro.

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