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Was tun gegen die Inflation? : Zinspapiere aus Osteuropa ins Depot

Euro oder Dollar: Auf- und Abwertungsrisiken könnten Anlegern Probleme bereiten. Bild: Reuters

Die Notenbanken Zentraleuropas bekämpfen die steigende Inflation mit höheren Zinsen. Anleger können davon profitieren. Aber ein paar Risiken bleiben.

          4 Min.

          Im Dezember ist die Inflationsrate in der Tschechischen Republik auf 6,6 Prozent gesprungen, im Januar dürfte sie nach Einschätzung der Notenbank um 9 Prozent über Vorjahreswert liegen und in den Folgemonaten zweistellig zulegen. Die Tschechische Republik steht damit nicht allein. Auch in Polen, Ungarn und Rumänien, also EU-Ländern, die nicht zum Euroraum gehören und eine eigenständige Währungspolitik betreiben, klettern die Verbraucherpreise. Überall versuchen Regierungen gegenzusteuern. In Ungarn werden die Preise für Sprit, Hypotheken und Grundnahrungsmittel eingefroren.

          Andreas Mihm
          Wirtschaftskorrespondent für Österreich, Ostmittel-, Südosteuropa und die Türkei mit Sitz in Wien.

          Die Notenbanken sind nicht untätig. Ankaufprogramme für Anleihen haben sie, anders als die Europäische Zentralbank, längst eingestellt. Vor allem erhöhen sie die Zinsen in schneller Folge. Die Prager Notenbank hat sie auf 3,75 Prozent hochgeschleust, aktuell bereitet sie den Markt auf eine Anhebung um vielleicht 0,5 Punkte im Februar vor. Auch in Ungarn (aktueller Leitzins 2,40 Prozent), Polen (2,25 Prozent) und Rumänien (2,00 Prozent) geht es schrittweise nach oben, wenn auch nicht überall gleich zügig.

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