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Wegen Frankenaufwertung : Milliardenverlust für Schweizer Notenbank

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Die Schweizerische Nationalbank in Bern. Bild: Reuters

Für die Schweizerische Nationalbank hat sich in diesem Jahr der schier ewige Kampf gegen die Aufwertung verschärft. Das kommt sie teuer zu stehen.

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          Die Aufwertung des Frankens hat der Schweizerischen Nationalbank (SNB) im dritten Quartal einen Milliardenverlust beschert. Von Juli bis September stand unter dem Strich ein Minus von 12,94 Milliarden Franken, wie die Bank am Mittwoch mitteilte. Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von 7,83 Milliarden Franken zu Buche.

          Grund dafür war zum einen der Wertgewinn des „sicheren Hafens“ Franken im Vergleich zu Euro und Dollar wegen des Streits um das italienische Staatsbudget und den Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China. Dadurch ist das Devisenportfolio der SNB bei der Umrechnung in Franken weniger wert. Der Verlust aus den Fremdwährungspositionen belief sich auf insgesamt 5,3 Milliarden Franken.

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          Zudem gab auch der Goldpreis nach, was den Wert der Goldanlagen der SNB schmälerte. Aus dem Goldbestand resultierte ein Bewertungsverlust von 3,7 Milliarden Franken.

          Die Gewinnentwicklung der SNB hängt maßgeblich von Wertschwankungen in ihrem Devisenportfolio ab, das per Ende September ein Volumen von 763 Milliarden Franken erreichte. Hintergrund dafür sind die umfangreichen Fremdwährungskäufe der vergangenen Jahre, mit denen die SNB den Franken künstlich geschwächt hatte, um die exportorientierte Wirtschaft zu stützen. Jüngst ist in der Schweiz jedoch vereinzelt Kritik an der Größe der Bilanz laut geworden.

          Von den laufenden Einnahmen entfielen 7,2 Milliarden Franken auf Zins- und 2,7 Milliarden Franken auf Dividendenerträge. Aus Zinspapieren und -instrumenten musste die SNB einen Kursverlust von 8,5 Milliarden Franken verbuchen. das wurde aber durch Kursgewinne aus Aktien und ähnlichen Instrumenten mit 8,2 Milliarden Franken fast kompensiert.

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