https://www.faz.net/-gv6-9ousz

Weltraum-Agentur : Richard Branson will mit Weltraumfirma an die Börse

  • Aktualisiert am

Go for it - der Milliardär Richard Branson am Dienstag bei einer Pressekonferenz anlässlich der Börsenpläne seiner Weltraumfirma. Bild: AFP

Der Milliardär Richard Branson will mit seiner Agentur Virgin Galactic an die Börse. Damit soll das Geschäft mit dem Weltraum-Tourismus ins Rollen gebracht werden.

          2 Min.

          Das amerikanische Unternehmen Virgin Galactic, das Touristenflüge in den Weltraum ermöglicht, soll an die  Börse. Dafür wollen sich die private Weltraum-Agentur des britischen Milliardärs Richard Branson und die schon börsennotierte Beteiligungsgesellschaft Social Capital Hedosophia zusammenschließen, wie beide Unternehmen am Dienstag in New York mitteilten. Der Wert des zusammengeschlossenen Unternehmens soll 1,5 Milliarden Dollar betragen.

          Social Capital Hedosophia soll 49 Prozent am fusionierten Unternehmen halten und bringt rund 800 Millionen Dollar in den Zusammenschluss ein. Anteilseigner von Virgin Galactic erhalten rund eine Milliarde Dollar in Aktien des fusionierten Unternehmens sowie bis zu 300 Millionen Dollar in bar. Durch den Zusammenschluss mit einem am Kapitalmarkt gelisteten Unternehmen kann die Firma von Milliardär und Gründer Richard Branson einen  aufwändigen Börsengang vermeiden.

          Kostspielige Informationsveranstaltungen für Investoren fallen so für Virgin Galactic weg, ebenso wie die Herausforderung, Anteilsscheine eines Unternehmens am Markt zu plazieren, dessen Pläne nach einem fatalen Unfall mit Todesfolge während eines Probeflugs über Kalifornien im Jahr 2014 weit zurückgeworfen wurden.

          Reservierungen von rund 600 Personen aus 60 Ländern

          Virgin Galactic geht davon aus, dass der Konzern durch die Transaktion genügend Kapital erhält, um das Geschäft mit dem Weltraumtourismus ins Rollen zu bringen. Seit seiner Gründung im Jahr 2004 hat Virgin Galactic über eine Milliarde Dollar eingesammelt, der größte Teil des Geldes stammt von Richard Branson selbst. 2017 hatte Saudi-Arabiens Staatsfonds angekündigt, eine Milliarde Dollar in das Unternehmen zu investieren. Doch nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Khashoggi im saudi-arabischen Konsulat in Istanbul brach Branson die Gespräche ein Jahr später ab.

          Social Capital Hedosophia wurde vom früheren Facebook-Manager Chamath Palihapitiya gegründet und 2017 an die Börse gebracht. Palihapitiya will selbst rund 100 Millionen Dollar einbringen und künftig als Verwaltungsratschef der neuen Firma fungieren. Virgin Galactic befindet sich momentan in einem harten Wettbewerb mit Konkurrenten wie Blue Origin von Amazon-Gründer Jeff Bezos oder SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk, die ebenfalls daran arbeiten, Touristen in den Weltraum zu befördern.

          Derzeit verfügt Virgin Galactic nach eigenen Angaben über eine Liste mit Reservierungen von rund 600 Personen aus 60 Ländern, die sich für Gesamtkosten von rund 80 Millionen Dollar einen Platz in Raumschiffen von Virgin Galactic gesichert haben. Sie alle hoffen, in den kommenden Jahren zu den ersten Weltraumtouristen zu gehören. Laut Aussage von Richard Branson hat das Unternehmen zuletzt bei Testflügen große Fortschritte gemacht.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Notlage beim FC Bayern : Wer san mia denn jetzt?

          Die Bayern 2019 sind die rätselhaftesten des Jahrzehnts: Sie kassieren frühe Rückstände, verspielen Vorsprünge, verschleudern Chancen, beschenken unterlegene Gegner, und auch das Sieger-Genom wirkt nicht mehr. Was ist nur los?

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.