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Marktausblick : Deutsche Bank sieht Dax bis Ende 2019 bei 12.300 Punkten

  • -Aktualisiert am

Die Deutsche Bank hat einen Ausblick auf die Marktentwicklung im kommenden Jahr gewagt. Bild: Reuters

Trotz anhaltender politischer Unsicherheiten sieht die Deutsche Bank Potenzial für Aktien im kommenden Jahr. Solide Unternehmensgewinne und günstige Bewertungen könnten ein gutes Umfeld für moderat steigende Kurse bieten.

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          Mit Prognosen von Experten ist es immer so eine Sache: Mal liegen sie richtig, mal falsch. Im vergangenen Jahr lag die Deutsche Bank bei ihrem Ausblick auf die Kapitalmärkte aber ordentlich daneben. Für Ende 2018 prognostizierte Ulrich Stephan, Chef-Anlagestratege der Deutschen Bank, einen Dax von 14.000 Punkten. Aktuell beträgt der Punktestand aber nur 11.310 Punkte – also fast 2700 Punkte weniger als geschätzt.

          Für das Jahr 2019 sind die Experten mit ihrer Prognose etwas zurückhaltender, aber dennoch optimistisch: Bis Ende des Jahres sieht die Deutsche Bank den Dax bei einem Punktestand von 12.300 Punkten. Warum man im vergangenen Jahr so daneben lag? Stephan sagte auf dem jährlichen Kapitalmarktausblick am Mittwoch dazu, dass die Stimmungslage im vergangenen Jahr bombastisch und dass das „ein ungünstiges Timing für eine Prognose“ gewesen sei.

          Generell rechnen die Experten der Deutschen Bank 2019 mit größeren Schwankungen an den Kapitalmärkten – vor allem ausgelöst durch die vielen politischen Unsicherheiten rund um den Brexit, Italiens Haushaltsdefizit oder den Handelskonflikt zwischen China und Amerika. „Die Weltwirtschaft hat ihren Höhepunkt überschritten“, sagt Stefan Schneider, Chefvolkswirt der Deutschen Bank.

          Von starkem Fokus auf den Dax wird abgeraten

          Vor allem in Amerika hätte man nach der Steuerreform mehr erwartet, sagt Schneider. Nichtsdestotrotz rechne man mit einem positiven Ausblick und einem Wachstum von 2,8 Prozent in Amerika. Den breit gestreuten amerikanischen Index S&P 500 sieht die Bank bis Ende 2019 bei 3000 Punkten. Gleichzeitig erwartet Schneider kein baldiges Ende des Handelskonfliktes zwischen China und Amerika und stellt die Frage, was denn die eigentliche Motivation von Trump sei. Schneider glaube nämlich nicht, dass es dem Präsidenten nur um das Handelsdefizit gehe, sondern um die geopolitische Machtposition. Darunter würden dann vor allem die asiatischen Schwellenländer leiden.

          Auch von einem allzu starken Fokus auf den Dax raten die Fachleute ab: Der habe insgesamt zu wenige Werte und von diesen zu viele Auto-Werte. Das mache den Dax insgesamt anfälliger für Konjunkturschwankungen. „Der Diesel lässt grüßen“, sagt Stephan dazu.

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