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Waffenfähige Chemikalien? : Syrien-Geschäft bringt Brenntag unter Druck

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Chemikalien nach Syrien geliefert: Alles in Ordnung oder Geschäfte mit dem Krieg? Bild: dpa

Hat der Chemikalienhändler Brenntag tatsächlich waffenfähige Chemikalien an ein Unternehmen mit Verbindungen zum Assad-Regime geliefert? Entsprechende Meldungen belasten den Aktienkurs.

          Ein Medienbericht über eine angebliche Lieferung waffenfähiger Chemikalien nach Syrien bringt am Mittwoch den Aktienkurs des Chemikalienhändlers Brenntag unter Druck. Die Notierung fällt um fast 7 Prozent auf weniger als 40 Euro und damit den niedrigsten Stand seit Mitte Januar.

          Die „Süddeutsche Zeitung“, der „Bayerische Rundfunk“ und die Schweizer Mediengruppe „Tamedia“ hatten zuvor über eine Lieferung von Isopropanol und Diethylamin im Jahr 2014 an ein syrisches Pharmaunternehmen mit Verbindungen zum Assad-Regime über die Schweizer Tochtergesellschaft Brenntag Schweizerhall berichtet.

          In einer Pressemitteilung am Mittwoch betont Brenntag, dass die Lieferung beider Produkte in Einklang mit dem geltenden Recht getätigt wurde. Man habe keine Exportbeschränkungen der EU umgangen, das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) habe die Einhaltung der bestimmungsgemäßen Exportabwicklung vor der Ausfuhr bestätigt. Die SECO habe den Sachverhalt 2018 nochmals umfassend geprüft und kein Fehlverhalten festgestellt.

          BRENNTAG AG NA O.N.

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          Die Lieferung sei gemäß der von einem bekannten Schweizer Pharmaunternehmen vorgegebenen Spezifikation zur Herstellung eines Schmerzmittels an MPI erfolgt, ein Lizenzunternehmen des Schweizer Pharmaherstellers.

          Andere Brenntag-Gesellschaften seien nicht involviert gewesen und auch nicht kontaktiert worden. Brenntag habe ein umfassendes Exportkontrollsystem, das sicherstelle, dass die jeweils anwendbaren nationalen und internationalen Exportvorschriften eingehalten würden.

          Den Medienberichten zufolge soll die Staatsanwaltschaft Essen indes ein Verfahren eingeleitet haben und die Aufnahme von Ermittlungen prüfen.

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