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Deutlicher Kursanstieg : Lichtblick Gerresheimer

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Spritzenproduktion bei Gerresheimer Bild: Gerresheimer

Die Unternehmensnachrichten an der Börse sind am Donnerstag fast durchgängig schlecht. Nur Gerresheimer macht eine Ausnahme - und ist gefragt.

          Wir befinden uns im Jahre 2019 nach Christus. Die ganze deutsche Börse ist von Unternehmen besetzt, die ihre Prognosen senken. Die ganze deutsche Börse? Nein! Ein unbeugsamer Spezialverpackungshersteller hört nicht auf, dem schlechten wirtschaftlichen Umfeld Widerstand zu leisten.

          Während am Donnerstag die Kurse von Krones und Aumann stark unter Druck stehen, bringt es der Kurs von Gerresheimer mit einem Plus von mehr als 8 Prozent auf ein Neun-Monats-Hoch. Das Unternehmen profitiert von einer ungebrochenen Nachfrage von Pharma- und Kosmetikunternehmen nach Glasbehältern für Medikamente und nach Flakons. Auch die Geschäfte mit Spritzen liefen gut.

          Der Umsatz stieg im zweiten Geschäftsquartal bis Ende Mai im Jahresvergleich um 7,2 Prozent auf 356,5 Millionen Euro. Aufgrund einer nachträglichen Verringerung des Kaufpreises für Sensile, einen Entwickler von Mikropumpen zur automatischen Verabreichung von Arzneien, aufgrund einiger Projektverschiebungen stieg der bereinigte operative Gewinn um rund 41 Prozent auf 100,4 Millionen Euro. Ohne diesen Effekt hätte das Plus bei knapp 4,4 Prozent gelegen.

          Analystin Veronika Dubajova von der Investmentbank Goldman Sachs lobte die Gewinnentwicklung. Trotz der Kosten für neue Projekte habe das Management die Profitabilität unter Kontrolle, sagte Analyst Marcus Wieprecht vom Investmenthaus Mainfirst.

          GERRESHEIMER

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          Vorstandschef Dietmar Siemssen rechnet für das Gesamtjahr weiter mit einem Umsatzanstieg auf 1,4 bis 1,45 Milliarden Euro. Entscheidend werde das Abschneiden des neuen Geschäftsbereichs Advanced Technologies sein, zu dem auch Sensile gehört. Dennoch sind die Analysten vorsichtig. Nur gut jeder dritte Analyst rät zum Kauf.

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