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Kurssturz deutscher Konzerne : Sind Auto-Aktien wirklich so übel?

Fahrzeuge von Volkswagen stehen im Hafen von Emden zur Verschiffung bereit. Bild: dpa

Die Produktion geht los, die Autohäuser öffnen wieder. Die deutschen Konzerne und ihre Anleger können ein wenig hoffen.

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          Es herrscht Stillstand im Autoland. Auf den Straßen ist wenig los, weil viele Deutsche nicht zum Arbeitsplatz fahren und auch sonst kaum unterwegs sind. Die Autohäuser sind seit Mitte März geschlossen, kaufen und verkaufen ist nahezu unmöglich. Die Werke stehen still, nur in China wird schon wieder in überschaubarem Maße produziert. Das Einzige, was sich bei deutschen Autobauern zuletzt merklich bewegt hat, sind Aktienkurse und Bonitätsbewertungen. Mit beidem ist es nach unten gegangen im Zuge der Corona-Krise: bei Daimler mehr, bei BMW und Volkswagen weniger.

          Thomas Klemm

          Redakteur im Ressort „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Die jüngst von Daimler und VW herausgegebenen Anleihen waren bei Anlegern begehrt, schließlich hatten die Autokonzerne deutlich höhere Zinsen anzubieten als noch vor Monaten. Aber um die Aktien, die seit Jahren günstig sind und nach dem jüngsten Crash scheinbar zum Schnäppchenpreis zu haben sind, machen viele Anleger einen großen Bogen. Zu groß die Ungewissheit, wann die Pandemie so weit ausgestanden ist, dass die Autoproduktion wieder normal läuft. Zu hoch die Unsicherheit, ob die Menschen wieder massenhaft teure Autos kaufen werden. Zu stark die Zweifel, wie sehr die deutschen Autobauer für anspruchsvolle Aufgaben wie Elektromobilität und autonomes Fahren gewappnet sind.

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