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Milliardenstrafe : Warum Banken büßen

Die Citigroup ist wohl der Hauptschuldige im Devisenskandal. Bild: AFP

Erfreulich an der Nachricht über die Milliardenstrafe für ein Bankenkartell ist die Tatsache, dass die Deutsche Bank diesmal nicht zu den Sündern gehört.

          Vor Jahren war es noch anders, als hohe Strafen für Vergehen der Investmentbanker im Wochenrhythmus bei Deutschlands größter Bank eingingen. Es ist noch zu früh, Entwarnung für die Deutsche Bank bezüglich neuer Strafen zu geben. Schließlich ist das Thema Geldwäsche und die Verwicklung in den Skandal der Danske Bank für die Deutsche Bank noch längst nicht ausgestanden. Die Strafen für Banken nach der Finanzkrise haben aber deutlich gemacht, dass weder Geldwäsche noch Kursmanipulation Kavaliersdelikte sind. Das Bußgeld von 1,07 Milliarden Euro, das die EU-Kommission gegen fünf internationale Großbanken nun verhängt hat, ist richtig, weil mit diesem Mittel eine Läuterung in den Banken und ihren Mitarbeitern ausgelöst werden kann. Zwar lässt sich in Organisationen mit Zehntausenden Mitarbeitern nicht vollständig kriminelle Energie ausschließen, der Vorstand muss aber für wirksame Kontrollen sorgen, um kriminelle Aktivitäten der Mitarbeiter zu verhindern.

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