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Geldpolitik : Angst vor steigenden Renditen

Während dunkle Regenwolken über die Stadt hinwegziehen, fährt ein Radfahrer unweit der Europäischen Zentralbank (EZB) über die Flößerbrücke. Bild: dpa

Die Strategie der Zentralbanken droht nicht erst in die Bredouille zu geraten, wenn die Inflationsraten steigen sollten. Sie gerät schon in Schwierigkeiten, sobald die Renditen der Staatsanleihen steigen. Leider gehen EZB und Fed mit der Situation nicht souverän um.

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          An den Märkten für amerikanische Staatsanleihen ist ein Phänomen zu beobachten, das in eine ferne Vergangenheit zu gehören scheint: In dem jüngsten Anstieg der Renditen vor allem für Papiere mit langen Laufzeiten drückt sich die Erwartung einer steigenden Inflationsrate aus. Dieser Prozess verläuft gemächlich; nichts an ihm ist bisher dramatisch. Gleichzeitig diskutieren Ökonomen und Teilnehmer an den Finanzmärkten wieder häufiger über die Möglichkeit steigender Inflationsraten in den kommenden Jahren.

          Und tatsächlich dürfte die Inflationsrate in den kommenden Monaten auch in Deutschland moderat zulegen; allein schon wegen des höheren Ölpreises, aber auch aus administrativen Gründen wie dem Ende der Mehrwertsteuersenkung. Ob sich in diesem Anstieg der Inflationsrate ein einmaliges Phänomen ausdrücken wird oder der Beginn eines mehrjährigen, vielleicht sogar einmal bedenklichen Prozesses, lässt sich heute nicht seriös vorhersagen. Für die Geldpolitik bedeutet dies, dass Panik nicht angebracht ist, wohl aber Wachsamkeit.

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