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Deutsche Börse : Die Börse lebt

  • -Aktualisiert am

Der Blick von oben auf die Dax-Kurstafel. Bild: dpa

Eine Deutsche Börse ohne Großfusion ist dem Untergang geweiht. So meinten es Experten noch vor zwei Jahren. Heute ist sie die größte und wertvollste Börse in Europa.

          Eine Deutsche Börse ohne Großfusion ist dem Untergang geweiht. Oder zumindest zur Bedeutungslosigkeit verdammt. So meinten es die Fusionsbefürworter stets zu wissen. Und siehe da:

          Die Fusion mit der Londoner Börse ist vor zwei Jahren gescheitert, und die Deutsche Börse lebt noch. Und sie ist auch nicht bedeutungslos geworden. Sie ist die größte und wertvollste Börse in Europa. 2018 ist sie kräftig gewachsen; sie gehörte zu den wenigen Gewinnern im Dax. Zur Wahrheit gehört aber auch, dass der Abstand zur Weltspitze wächst.

          Die amerikanische Börse CME ist weit enteilt, und auch die amerikanische ICE und die Hongkong Exchanges bringen 70 Prozent mehr Gewicht auf die Waage. Von der globalen Nummer eins oder zwei als Ziel in allen Geschäftsfeldern, wie unter Carsten Kengeter, ist keine Rede mehr. Den Ehrgeiz verloren hat die Börse aber nicht. Theodor Weimer hat den Vorstand umgebaut, viele Spitzenmanager mussten gehen.

          Das neue Team scheint voller Tatendrang, auch wenn der tägliche Weg meist nach Eschborn Süd und nicht in die City von London, Chicago oder New York führt. Schaden tut das der Börse nicht. Sie ist in vielen Bereichen agiler als in etlichen Jahren zuvor.

          Daniel Mohr

          Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Woche.

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