https://www.faz.net/-gv6-9h9zm

Geldanlage in Aktien : Merz hat Recht

Friedrich Merz fordert, Aktionäre steuerlich zu entlasten – falls sie mit ihren Investitionen fürs Alter vorsorgen. Bild: EPA

Die törichteste Kritik an Friedrich Merz’ Vorschlag zur steuerlichen Förderung der langfristigen Aktienanlage ist die These, der Blackrock-Mann wolle damit in erster Linie der Finanzbranche Gutes tun.

          Ernster ist der von Fachleuten vorgetragene Einwand zu nehmen, wonach es steuersystematisch nicht optimal ist, einzelne Anlageformen gegenüber anderen zu bevorzugen. Aber auch wenn über die konkrete Ausgestaltung des Vorschlags diskutiert werden muss, steht doch außer Frage, wie sehr Merz im Grundsatz Recht hat: Die langfristige Beteiligung an Produktivvermögen bietet nicht nur reichen Menschen die Möglichkeit, auf lange Sicht Kapital zu bilden und damit einen Beitrag zur Altersvorsorge zu leisten.

          Diese Beteiligung am Produktivvermögen ist auch ein Weg, die Menschen stärker für wirtschaftliche Vorgänge zu interessieren, was perspektivisch für das Gemeinwesen nur von Vorteil sein kann. Es gab Zeiten, in denen die langfristige Aktienanlage der breiten Masse ein Parteigrenzen überschreitendes politisches Projekt in Deutschland war. Daraus ist leider nicht viel geworden. Merz verdient Beifall dafür, dass er diese Idee wieder in die Öffentlichkeit trägt.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          SPD sieht ihre Chance : Merkels Machtschwund

          Grundsteuer, Grundrente, Maklerkosten: Die SPD versucht, das Machtvakuum in der CDU auszunutzen. Hat die Kanzlerin wirklich noch alles im Griff?
          Ein bisschen Chaos verursachen ist bei „Gefeuert“ nur der Anfang.

          Spiel zum letzten Tag im Büro : So viel Chaos wie möglich!

          In „Gefeuert – dein letzter Tag“ spielt man einen gekündigten Arbeitnehmer, der nur ein Ziel hat: an seinem letzten Tag im Büro möglichst viel Chaos anzurichten. Das Computerspiel hat seinen Reiz – selbst wenn man nicht gefeuert wurde.
          Abu Bakr Baletz mit seinem Goldschatz, einem goldenen Lamborghini Aventador.

          FAZ Plus Artikel: Goldener Lamborghini Aventador : Abu und sein Lambo

          Ein junger Mann fährt mit einem goldenen Sportwagen durch die Stadt, die Polizei verbietet es. Er hat Geld, sagt aber nicht, woher es stammt. Eine Geschichte aus dem Einwandererland Deutschland.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.