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Kommentar zu faulen Krediten : Italiens kranke Banken

Eine Filiale der Bank Monte Dei Paschi in Florenz Bild: Reuters

In Italien wackeln derzeit einige Banken. Nach der Rettung der Genueser Banca Carige mit Staatshilfen gerät nun auch die Monte dei Paschi di Siena wieder ins Schlittern. Was ist da los?

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          Neben der Bank Monte dei Paschi di Siena gibt es weitere Regionalbanken, die mit den Lasten an faulen Krediten und zu hohen Beständen an Anleihen ihres überschuldeten Staates zunehmend in einen Eigenkapitalengpass geraten. Viele Banken können sich am Finanzmarkt nicht mehr finanzieren. Die italienische Regierung wird nicht alle auf der Kippe stehenden Institute mit dem Geld der Steuerzahler auffangen können.

          Es wäre besser, der Markt wird von den kranken Banken bereinigt. Trotzdem sind Lösungen nötig, die Banken einen Ausstieg aus ihren ausfallgefährdeten Krediten ermöglichen. Der Kauf eines Milliardenpakets durch den amerikanischen Finanzinvestor Cerberus ist ein Beispiel dafür. Online-Marktplätze ermöglichen einen Bieterwettbewerb und damit höhere Preise für die Forderungen als über die gezielte Ansprache der auf die Verwertung solcher Kredite spezialisierten Investoren. Das setzt voraus, dass einige italienische Banken die Bilanzwerte ihrer wackligen Forderungen auf einen realistischen Ansatz abschreiben.

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