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Edelmetallpreise : Lieber verschenken

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Als richtig gute Geldanlage hat sich Silber in diesem Jahr bislang nicht erwiesen. Aber es gibt eine langjährige Erfahrung, mit der sich Anleger trösten können.

          Als richtig gute Geldanlage hat sich Silber in diesem Jahr bislang nicht erwiesen. Fast kann man den Eindruck haben, das glänzende Edelmetall eigne sich dann doch besser zum Verschenken in Schmuckform als zum Lagern im Tresor. 14 Prozent Wertverlust seit Jahresbeginn, das ist schon bitter.

          Ähnlich wie beim Gold können sich Anleger, die investiert sind, allenfalls damit trösten, dass zwischenzeitliche Preisänderungen einen nicht treffen, wenn man sein Edelmetall nicht verkaufen will. Immerhin gibt es die Erfahrung, dass der Preis von Silber sich oft in dieselbe Richtung bewegt wie der Goldpreis, nur dass die Ausschläge stärker sind. Edelmetall-Analysten sprechen vom größeren „Hebel“, das Investment ist somit risikoreicher. Allerdings zahlt man für Silber auch nur knapp 13 Euro je Feinunze (31,1 Gramm), für Gold stolze 1046 Euro.

          Eine Anlage in der gleichen Menge ist also für weniger Geld zu haben. Allerdings sind zumindest neue Silbermünzen gegenüber Gold steuerlich schlechter gestellt, das erfordert Beachtung. Trotzdem spricht vieles dafür, dass, wenn es mit den Edelmetallen irgendwann wieder aufwärtsgeht, der Silberpreis dann prozentual stärker steigt als der Goldpreis.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

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