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Kommentar : Teure Dollar-Schulden

Länder mit hohen Dollar-Schulden leiden unter der starken amerikanischen Währung. Zugleich verändern die höheren Zinsen die Risikobereitschaft.

          An den Finanzmärkten herrscht keine Schwellenländerkrise. Bislang jedenfalls beschränken sich die Probleme auf die Länder, die hohe Dollar-Schulden haben. Sie leiden unter der Aufwertung der amerikanischen Währung und den Zinserhöhungen der Notenbank Federal Reserve.

          Dazu zählt vor allem die Türkei. Hausgemachte politische Risiken verschärfen ihre Krise. Die internationalen Anleger entziehen dem autoritären Präsidenten Erdogan das Vertrauen. Trotzdem blicken die Märkte mit berechtigter Sorge auf die Entwicklung, die auch Länder wie Indien oder zuletzt Brasilien erfasst hat.

          Die Aufwertung des Dollars erhöht die Schuldenlast in heimischer Währung. Zinsen und Tilgung in Dollar kosten nun in der türkischen Lira oder der indischen Rupie deutlich mehr. Darüber hinaus verändern die höheren Zinsen in den Vereinigten Staaten die Risikobereitschaft. Das Geld fließt aus den riskanten Schwellenländer in sichere Dollar-Anlagen.

          Das trifft Sonderfälle wie die Türkei oder auch Argentinien mit seiner Geschichte an Zahlungsausfällen mit voller Wucht. China mit Devisenreserven von gut 3 Billionen Dollar wird dem aber standhalten können.

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