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Milliardenstrafen : Nicht nur der UBS droht Ungemach

  • -Aktualisiert am

Sergio Ermotti, Vorstandschef der UBS: Seine Bank muss eine Rekordbuße sowie Schadenersatz an den französischen Staat berappen. Bild: EPA

Ein Gericht in Paris verurteilte die Großbank UBS zu einer Milliardengeldbuße. Die Folgen können drastisch sein – auch für andere Geldhäuser.

          3 Min.

          Die UBS steht unter Schock. Mit einem solchen Urteil hatte die Schweizer Großbank nicht gerechnet. Sie soll die Rekordbuße von gut 3,7 Milliarden Euro sowie 800 Millionen Euro Schadenersatz an den französischen Staat berappen, wie gerade ein Pariser Strafgericht entschied.

          Das Gericht sieht  als erwiesen an, dass die Bank zwischen 2004 und 2012 systematisch in Frankreich Kunden anwarb und zur Steuerhinterziehung anstiftete. Dafür knöpften sich die Richter nicht nur die Bank vor, auch fünf ehemalige Führungskräfte wurden zu Bewährungs- und Geldstrafen verdonnert.

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