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Italien-Kommentar : Roms gefährlicher Kurs

Guiseppe Conte Bild: dpa

Italiens Konfrontationskurs kann auch Schwierigkeiten für Griechenland und Portugal bringen.

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          Das Urteil der Märkte auf die designierte europafeindliche Regierung in Rom fällt deutlich aus: Daumen runter! Die Kurse italienischer Anleihen und Aktien fallen seit Wochen. Der Risikoaufschlag für die Staatsanleihen steigt auf ein Niveau, das an die Tage vor der Eskalation der Euro-Staatsschuldenkrise erinnert.

          Die italienische Regierung aus der rechten Lega und den linkspopulistischen Fünf Sternen hat gegenüber den Europartnerländern, allen voran Deutschland, einen Konfrontationskurs eingeschlagen. Dieser verunsichert gegenwärtig die Märkte. Denn anders als Griechenland, das vor Jahren Ähnliches versuchte und damit scheiterte, ist Italien schlichtweg zu groß, um es mit Nachdruck wieder auf die richtige Bahn zu bringen.

          Die drittgrößte Volkswirtschaft des Euroraums wird sich Ermahnungen aus Berlin oder Paris nicht gefallen lassen. Es bleibt der Druck der Märkte, der Rom angesichts steigender Zinskosten zum Einlenken zwingen kann. Doch das kann schnell außer Kontrolle geraten und auch andere Euro-Krisenländer wie Griechenland oder Portugal herabziehen. Deshalb ist Italiens Konfrontationskurs so gefährlich.

          Markus Frühauf
          Redakteur in der Wirtschaft.

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