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Kommentar : Der IWF und das Gold

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, in Gold zu investieren Bild: dpa

Was bedeutet das Gold für Währungen und Staaten? Der Internationale Währungsfonds lenkt mit seiner Analyse zum Goldstandard im 19. Jahrhundert den Blick noch einmal auf diese grundsätzliche Frage.

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          Nach den kritischen Gedankenspielen des IWF zum Papiergeld – das mit einem Wechselkurs mit Abschlag zum elektronischen Geld versehen werde könnte, um die Einführung von Negativzinsen zu erleichtern – sind das abermals Überlegungen, die in Deutschland nicht so gut ankommen dürften. Zwar sind sich fast alle Ökonomen einig, dass eine Golddeckung von Währungen heutzutage keine gute Idee wäre. Und selbst in der Schweiz fand eine entsprechende Volksabstimmung vor einigen Jahren keine Mehrheit. Aber der Gedanke, den Wert des Geldes allen politischen Entscheidungen von Notenbanken zu entziehen, der hinter der Goldbindung steckt, hat in der breiten Bevölkerung nach wie vor viele Anhänger. Und bei den Notenbanken selbst war immerhin zu beobachten, dass viele zuletzt wieder Gold kauften, von Russland über die Türkei, Polen und Ungarn bis hin zu Indien. Allerdings als Währungsreserven – keineswegs zur Deckung der Währung.

          Christian Siedenbiedel

          Redakteur in der Wirtschaft.

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