https://www.faz.net/-gv6-9n295

Digitalwährung Bitcoin : Das Murmeltier

  • -Aktualisiert am

Der Bitcoin ist die bekannteste Digitalwährung. Bild: Reuters

Der aktuelle Kurseinbruch des Bitcoin ist nur einer von vielen. Doch gilt: In die Digitalwährung sollte nur investieren, wer genug Geld übrig hat, sehr risikobereit ist und einen Totalverlust nicht scheut.

          Da ist es wieder einmal passiert. Innerhalb weniger Minuten fiel der Kurs der Digitalwährung Bitcoin um mehr als 11 Prozent oder 900 Dollar. Ein Bitcoin kostete dann nur noch 6900 Dollar, auf einigen Marktplätzen sogar nochmal deutlich weniger.

          Während bei anderen Anlageklassen deswegen Panik ausbrechen würde, war es am Markt für Digitalwährungen verhältnismäßig ruhig. Es erinnert einen fast an den Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“, in dem sich derselbe Tag immer wiederholt und der Hauptdarsteller Bill Murray langsam damit lernt, umzugehen.

          Und tatsächlich: Zu oft wurde Bitcoin tot gesagt, zu viele Preisstürze gab es, als dass Marktbeobachter oder Investoren wegen eines Preissturzes noch panisch werden würden. Fakt ist: Wegen der vergleichsweise wenigen Marktteilnehmer und der niedrigen Volatilität reagiert die Währung extremer. In nahezu jedem Jahr seines Bestehens gab es Kurseinbrüche.

          Der aktuelle wird nur in die Geschichte eingehen als einer von vielen und nicht das Ende der Währung besiegeln. Doch trotzdem gilt: In Bitcoin sollte nur investieren, wer genug Geld übrig hat, sehr risikobereit ist und einen Totalverlust nicht scheut.

          Franz Nestler

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Folgen:

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Schlechte Laune im Osten? Das stimmt nicht so ganz.

          Ostdeutschland : Woher die schlechte Laune?

          Steht es dreißig Jahre nach dem Ende der DDR wirklich so schlimm mit der deutschen Einheit und dem Osten? Nein. Die krasse Fehleinschätzung hat auch etwas mit denen zu tun, die heute die politische Meinung im Osten mitprägen.
          Pendler auf der London Bridge

          Mobilität : Wie London die Verkehrsflut meistert

          Die größte Stadt Europas baut ihr Bahnnetz aus und nutzt Big-Data-Analysen, um die U-Bahn zu verbessern. Ein anderes Verkehrsmittel soll hingegen aus der City verbannt werden – und das schon diesen Sonntag.
          Ashton Applewhite

          Altersdiskriminierung : „Man kann nicht jung bleiben“

          Die Amerikanerin Ashton Applewhite kämpft gegen eine Form der Diskriminierung, über die kaum jemand spricht, obwohl sie jeden irgendwann treffen wird. Ein Gespräch über Altersdiskriminierung.
          „Je suis climate“: Eine junge Frau protestiert fürs Klima.

          Bei Klimaprotesten : Ausschreitungen und Festnahmen in Paris

          Zerschlagene Fensterscheiben, brennende E-Scooter, geplünderte Geschäfte: In Paris haben sich Gewaltbereite unter Klimademonstranten gemischt und sich Gefechte mit der Polizei geliefert. Auch etliche „Gelbwesten“ zogen durch die Stadt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.