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Klimaziele : Nach der Kohle kommt das Gas

LNG-Terminals im Hafen von Rotterdam Bild: www.plainpicture.com

Internationale Versicherer unterstützen das Ziel der Europäischen Union, bis 2050 klimaneutral zu sein. Aus der Kohle ziehen sie sich zurück. Doch Klimaaktivisten reicht das nicht.

          3 Min.

          Die Versicherungsbranche hat in den vergangenen Jahren gute Noten von Umweltorganisationen erhalten. Seit Mitte der 2010er Jahre haben sich immer mehr international agierende Unternehmen dazu bekannt, Schritt für Schritt ihr Engagement in der Kohleindustrie zurückzufahren. Sowohl als Kapitalanleger wie auch in der Deckung von Versicherungsrisiken aus dem Kohleabbau und der -verbrennung wird sich die Assekuranz allmählich zurückziehen. Die deutschen Versicherer haben vor kurzem eine Selbstverpflichtung vereinbart, wie sie bis zum Jahr 2050 Klimaneutralität erreichen wollen.

          Philipp Krohn
          Redakteur in der Wirtschaft, zuständig für „Menschen und Wirtschaft“.

          Doch aktuell sind die Absichtserklärungen von Allianz, MunichRe und Co. noch sehr stark auf die Kohle und ihren CO2-Ausstoß fokussiert. Das ruft abermals Nichtregierungsorganisationen (NGOs) auf den Plan, die schon seit vielen Jahren mit kritischen Berichten und im Dialog mit der Branche ihre klimaschützende Agenda setzen. In einem Report, der an diesem Donnerstag veröffentlicht wird, kritisiert die Organisation Urgewald, dass die Versicherer weiterhin den Ausbau der Infrastruktur für Flüssiggas (LNG) unterstützen.

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