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Keine Nutzung der Ölreserven : Ölpreise steigen weiter

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Der Preis der Nordseesorte Brent hat die Marke von 80 Dollar je Barrel wieder überschritten. Bild: dpa

Die Rohölpreise steigen weiter. Abermals verzeichnet Brent ein neues Mehr-Jahreshoch. Widersprüchliche Nachrichten können den kurzfristigen Aufwärtstrend nicht bremsen.

          Die Ölpreise haben am Donnerstag abermals zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im November kostete aktuell 81,89 Dollar und damit 60 Cents mehr als am Vortag. Der Preis für amerikanisches Rohöl der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Oktober-Lieferung stieg um 77 Cent auf 72,34 Dollar. Während Brent damit abermals einen Höchststand seit November 201^4 verzeichnet, hat der Preis für WTI sein Hoch aus dem Juli noch nicht erreicht.

          Zwar sind die amerikanischen Ölreserven offiziellen Zahlen vom Vortag zufolge gestiegen, nachdem Experten einen Rückgang erwartet hatten. Dieser Hinweis auf ein höheres Angebot konnte aber nur zwischenzeitlich auf die Preise drücken.

          Händler verwiesen mit Blick auf den anschließenden Preisanstieg auf Aussagen des amerikanischen Energieminister Rick Perry, wonach die Nutzung der nationalen Ölreserven kein geeigneter Weg sei, um eine mögliche Knappheit am Markt in Folge der Iran-Sanktionen abzufedern.

          Im August hatte das Ministerium mitgeteilt, dass Gebote für 11 Millionen Barrel aus der Notreserve des Landes zur Lieferung im Oktober und November freigegeben worden seien. Experten interpretierten dieses Vorgehen als einen Versuch, höhere Benzinpreise kurz vor den Kongresswahlen im November zu verhindern, die als wichtiger Stimmungstest für Präsident Donald Trump gelten.

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