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Kaufkraft : In Gold ist der Euro achtzig Prozent weniger wert

Eine Erkenntnis des amerikanischen Bankiers John Pierpoint Morgan: „Gold ist Geld. Alles andere ist Kredit.“ Bild: Reuters

Gold diente schon immer zur Wertbestimmung von Währungen und Gütern. Nimmt man das Edelmetall aktuell als Referenz für die Preisentwicklung des Euros, dann fällt der Kaufkraftverlust dramatisch aus.

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          In Zeiten, in denen die Wirksamkeit der Geldpolitik ernste Zweifel hervorruft, gewinnen alte Referenzwerte zusätzlich an Überzeugungskraft. Das gilt für Immobilien, aber auch für Edelmetalle, insbesondere für Gold. Der Preis für die Feinunze hat seit Jahresanfang um 17 Prozent auf 1491 Dollar zugelegt. In Euro hat Gold Anfang September ein Allzeithoch erreicht. Immer mehr Anleger befürchten einen Konjunkturabschwung, doch aufgrund der weiterhin extrem niedrigen, zum Teil sogar negativen Zinsen sind Anleihen zu einem kostspieligen Hafen geworden. Als sicherer Hafen gewinnt Gold zunehmend an Bedeutung.

          Markus Frühauf

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Für Bernhard Matthes, Portfoliomanager der Bank für Kirche und Caritas (BKC), ist Gold im Anlageportfolio unverzichtbar. „Heute bringt der von den Notenbanken ausgelöste Rausch des billigen Geldes den Außenwert des Euros unter Druck und verwässert den inneren Wert unserer Währung über willkürliche Geldmengenausweitung“, sagt er im Gespräch.

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